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Archive für Juli 2008

In Dänemark aufgenommene irakische Dolmetscher finden keine Arbeit

Sie sind hervorragend ausgebildet und verfügen über gute Sprachkenntnisse. Trotzdem scheint es für die 96 Männer und Frauen, die für die dänischen Truppen im Irak als Dolmetscher tätig waren, nicht leicht zu sein, in Europa Fuß zu fassen. So hat zum Beispiel nur einer von 13 Ingenieuren unter den Dolmetschern bereits eine neue Arbeitsstelle gefunden.

Politiker aller Parteien bedauerten diese Situation. Beschäftigungsminister Claus Hjort Frederiksen wies darauf hin, dass die dänische Wirt­schaft eine “ganz be­sondere Verpflichtung” habe, diese Menschen, die den dänischen Soldaten eine unverzichtbare Hilfe waren, eine berufliche Zukunft zu ermöglichen.

Die Dolmetscher und ihre Familien waren 2007 nach heftigen innenpolitischen Diskussionen von Dänemark aufgenommen worden, weil sie in ihrem Heimatland als “Kollaborateure” mit Morddrohungen überzogen wurden. Nach dem Abzug der dänischen Truppen war für sie eine Rückkehr ins Zivilleben nicht mehr möglich.

Die Aufnahme der Dolmetscher geht auf eine Initiative dänischer Offiziere zurück. Der dänische Verteidigungsminister hatte diese zunächst strikt abgelehnt.

[Quelle: Der Nordschleswiger, 2008-07-19]

ProZ.com löscht Jobangebot, weil ausschreibendes Übersetzungsbüro “keine Inder” wünscht

Ein Opfer der political correctness wurde vor Kurzem der Betreiber eines Übersetzungsbüros. Wie schon mehr als 50 Mal vorher schrieb er auf der internationalen Übersetzerplattform ProZ.com einen Übersetzungsauftrag aus.

Da es um einen mehrere Tausend Zeilen langen und zur Veröffentlichung gedachten Text ging, bei dem höchste Qualitätsmaßstäbe einzuhalten waren, fügte er hinzu: “Ausschließlich britische oder amerikanische Muttersprachler. Keine Inder, keine Agenturen, keine Berufsanfänger.” Das wurde ihm zum Verhängnis.

Fünf Stunden war das Jobangebot schon online und zahlreiche Bewerbungen waren bereits eingegangen, als ein ProZ-Moderator Anstoß an der Formulierung “keine Inder” nahm.

Er interpretierte dies als Verstoß gegen ProZ-Regeln und löschte das Jobangebot kurzerhand. Der Ausschreiber wurde per E-Mail darüber informiert. Zur Begründung hieß es: “Jobs posted must respect the principle of equal opportunity.”

“Gut”, sagte sich der Ausschreiber, “lassen wir die Inder halt weg und laden wir das Jobangebot noch einmal hoch.” Aber so einfach war das nicht. Denn er musste feststellen, dass er seine Jobangebote, obwohl er zahlendes “Platinum-Mitglied” bei ProZ.com ist, gar nicht mehr direkt veröffentlichen konnte. Stattdessen wurden diese zwei Wochen lang zunächst einem Moderator vorgelegt und von diesem dann einzeln von Hand und mit zeitlicher Verzögerung freigeschaltet.

Die Inder selbst schien der Hinweis “keine Inder” übrigens nicht zu stören. Denn diese bewarben sich in den fünf Stunden, in denen der Hinweis zu lesen war, natürlich trotzdem eifrig um den lukrativen Auftrag.

Fußballdolmetscher starten in neue Saison

Der exklusive Zirkel der Fußballdolmetscher startet in eine neue Saision. Einige von ihnen haben künftig mehr, andere hingegen weniger zu tun.

Renato, der neue brasilianische Stürmer von Bayer Leverkusen, spricht nur Portugiesisch. Um dem Ballzauberer die Eingewöhnung und die Verständigung mit Trainer und Mitspielern so leicht wie möglich zu machen, hat der Verein weder Kosten noch Mühen gescheut und laut Bild-Zeitung eine “Rundum-Versorgung” organisiert. Eigens für ihn wurde der Dolmetscher Peter Lünnemann angeheuert, der dem Brasilianer praktisch rund um die Uhr zur Verfügung steht.

Der VfL Wolfsburg mit Trainer Felix Magath gehört zu den ärmeren Vereinen der Bundesliga. Die Lösung, die man für den in Italien eingekauften Spieler Cristian Zaccardo fand, wirkt auf den ersten Blick wenig professionell. Fürs Dolmetschen ist dort ab sofort der 60-jährige Fahrer des Mannschaftsbusses zuständig — ein Italiener, der 1966 aus Kalabrien nach Deutschland kam.

Die zweifellos besten Arbeitsbedingungen für Dolmetscher herrschen im für 15 Mio. Euro neu erbauten Trainingszentrum des FC Bayern München an der Säbener Straße. Ein Auditorium, in dem taktische Besprechungen abgehalten werden sollen, besitzt gleich fünf Dolmetscherkabinen. Darüber hinaus gibt es ein Sprachlabor, in dem ausländischen Kickern die deutsche Sprache eingetrichtert werden soll.

Werder Bremen hingegen fährt die Dolmetschereinsätze bewusst zurück. In den letzten Jahren wurden die drei in der Hansestadt spielenden Brasilianer von dem Dolmetscher Roland Martinez (43) umfassend betreut. Ab sofort soll dieser jedoch nur noch auf Abruf herangezogen werden. Grund: Die Vereinsleitung möchte, dass nun allmählich Deutsch gesprochen wird.

Obama fordert Amerikaner auf, Fremdsprachen zu lernen: “Jedes Kind sollte mehr als eine Sprache sprechen”

Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Barack Obama, hat seine Landsleute aufgerufen, Fremdsprachen zu lernen. Er könne diejenigen Politiker nicht verstehen, die sagen, “wir brauchen nur Englisch”. Natürlich sollten Einwanderer Englisch lernen, aber genauso sei es für US-amerikanische Kinder gut, Spanisch zu lernen. “Jedes Kind sollte mehr als eine Sprache sprechen”, so Obama, damit es  später in der globalen Wirtschaft auch wettbewerbsfähig sei. “Es ist beschämend, dass Europäer, die hierher kommen, alle Englisch sprechen. Und dann gehen wir ’rüber nach Europa, und alles, was wir sagen können, ist ‘merci beaucoup’.” Der Kandidat gab freimütig zu, selbst keine Fremdsprache zu beherrschen. “Das ist beschämend”, so Obama. Konservative Kreise kritisierten seinen Aufruf zu mehr Fremdsprachenkenntnissen als “elitär”.

Langenscheidt Übersetzungsservice prämiert internationales Miele-Unternehmensmagazin “zu Tisch”

Dr. Bettina Loth (Mitte), Langenscheidt Übersetzungsservice, verlieh im Rahmen des BCP-Awards in München den Preis für Internationale Kommunikation an Regine Smith Thyme, Chefredakteurin G+J Corporate Media, und Gernot Kade, Internationale Werbung Miele

Mit einem neuen Teilnahmerekord und der traditionellen „Corporate Publishers’ Night“ fand der größte CP-Wettbewerb Europas auch dieses Jahr im Hotel Sofitel Munich Bayerpost ein gebührendes Finale. Im Mittelpunkt stand aktuell die Internationalisierung der CP-Branche. Ein Motto, das vor allem durch den erstmals im Rahmen der Preisverleihung am 18. Juni 2008 vergebenen Sonderpreis „Internationale Kommunikation“ vom Langenscheidt Übersetzungsservice unterstrichen wurde. Ausgezeichnet wurden in der neuen Kategorie Unternehmenspublikationen, die durch kulturelles Fingerspitzengefühl und hohe sprachliche Kompetenz bestachen – Kriterien, die voll und ganz von Miele „zu Tisch“ bzw. „à la carte“ erfüllt wurden und die Jury überzeugten.

Der Jury, die den Sonderpreis auswählte, fiel es nicht leicht aus über 180 hervorragenden Einreichungen den Sieger zu ermitteln. Um für alle Landesausgaben die sprachliche und inhaltliche Qualität bewerten zu können, haben muttersprachliche Experten vom Langenscheidt Übersetzungsservice diese für die nominierten Zeitschriften sorgfältig geprüft. Das abwechslungsreiche Miele-Magazin „zu Tisch“ bzw „à la carte“, das von Kochgeschichten bis zum Kunstgenuss allerlei Anregungen liefert, überzeugte auf ganzer Linie. Der Redaktion ist es gelungen, die in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Irland, Tschechien und Russland erscheinenden Landesausgaben auf die typischen Bedürfnisse zuzuschneiden. Den Feinheiten zwischen dem Deutschen in Deutschland und Österreich wurde ebenso Rechnung getragen, wie der inhaltlichen Anpassung von Artikeln, regionalen Empfehlungen oder spezifischen Bemerkungen. „Der Textstil ist in allen Ausgaben ansprechend, die Lokalisierung von Sprachbildern gelungen und die Themenauswahl zielgruppensicher angepasst“ so Dr. Bettina Loth (auf dem Bild in der Mitte), Leiterin des Langenscheidt Übersetzungsservice.

Über das Forum Corporate Publishing
Im Forum Corporate Publishing sind mehr als 80 CP-Anbieter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen. Sie bieten Dienstleistungen für alle Bereiche der Unternehmenskommunikation, von klassischen Printprodukten bis hin zu neuen elektronischen Medien. Das Forum ist Europas größte Vereinigung von Corporate Publishing Dienstleistern.

Über den Langenscheidt Übersetzungsservice
Als eigenständiger Geschäftsbereich der Langenscheidt Verlagsgruppe schafft der Langenscheidt Übersetzungsservice für Unternehmen zuverlässig und schnell Kommunikations- und Austauschebenen in über 120 Sprachkombinationen. Inhalte und Botschaften von Texten werden nicht nur wörtlich übersetzt, sondern transferiert und lokalisiert. Angeboten werden individuelle Übersetzungsleistungen bei höchster Vertraulichkeit. www.langenscheidt-uebersetzt.de

Die Welt berichtet über Franchisekonzept von Lingua-World

Nelly KostadinovaLingua-World, das Übersetzungsbüro mit der zurzeit zweifellos besten Pressearbeit, hat es wieder einmal geschafft, einen Artikel über sich in einer überregionalen Tageszeitung zu platzieren. Die Welt berichtet unter der Überschrift „Geld verdienen mit der Macht der Worte“ über die Kölner und deren Franchisekonzept.

Wir erfahren, dass Geschäftsführerin Nelly Kostadinova (52) in ihrem Heimatland Bulgarien Journalistik und Slawistik studiert hat. Kurz nach der Wende kam sie im Alter von 35 Jahren nach Deutschland, wo sie als Übersetzerin und Dolmetscherin für die Polizei, Gerichte und Behörden arbeitete. 1997 gründete sie die Lingua-World GmbH und entwickelte später daraus ein Franchisekonzept, das inzwischen sechs selbstständige Franchisenehmer in anderen Städten umfasst.

Das Unternehmen beschäftigt heute insgesamt rund 50 festangestellte Mitarbeiter und vergibt Aufträge an mehr als 10.000 freie Übersetzer in aller Welt. Eine zentrale Hotline ist für Kunden rund um die Uhr besetzt. 60 Prozent der Kunden sind Unternehmen, 30 Prozent Behörden, der Rest Privatpersonen. Im Jahr 2007 konnte ein Wachstum von 30 Prozent erzielt werden.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Welt, 2008-07-01. Bild: Lingua-World.]

Weltmarktführer SMA Solar Technology AG beschleunigt Time-to-market mit Across

Die SMA Solar Technology AG, weltweit umsatzstärkster Hersteller von Solar-Wechselrichtern mit über 2.000 Mitarbeitern, bewältigt jährlich rund 3.000 Übersetzungsprojekte mit dem Across Language Server. Als Anwender der ersten Stunde erwarb das Unternehmen jetzt das Kollaborationsmodul crossGrid, um seine Übersetzungsprozesse noch weiter zu optimieren. Inzwischen sind rund 20 Übersetzungsdienstleister sowie zahlreiche interne und freiberufliche Übersetzer und Lektoren in einen durchgängigen Übersetzungs-Workflow bei SMA eingebunden. Sie arbeiten vernetzt an der zeitnahen Erstellung produktbegleitender Dokumentationen in neun Sprachen.

Ein Quantensprung in der Übersetzungsbearbeitung

Der Start einer großen Auslandsoffensive von SMA im Jahr 2004 führte dazu, dass der Übersetzungsbedarf exponentiell anstieg. Um den damit verbundenen Herausforderungen zu begegnen, führte SMA das Corporate Translation Management System von Across ein. Zentrale Aspekte waren dabei, die Qualität der Übersetzungen zu steigern und die Konsistenz der umfangreichen Fachterminologie zu erhöhen. Darüber hinaus sollten die Prozesse beschleunigt und damit die Time-to-market-Zeiten verkürzt werden. „Das ist uns mit Hilfe des Across Language Server hervorragend gelungen“, stellt Gerald Salisbury, Manager Translation Service bei der SMA Solar Technology AG, fest. „Seit seiner Einführung ist das System mit unseren Anforderungen gewachsen und hat sich dank zahlreicher Konnektoren und des Kollaborations-Modules crossGrid tatsächlich zur zentralen Unternehmensplattform für Sprachressourcen und Übersetzungsprozesse entwickelt.“

Across als zentrale Sprachplattform bei SMA

Nach und nach wurden die internen und externen Beteiligten mit Across in einen durchgängigen Übersetzungsworkflow eingebunden. Diese Arbeitsweise sorgt über alle Prozessschritte hinweg für maximale Datensicherheit und Konsistenz der Texte. Übersetzer erhalten ihre Aufgaben direkt aus dem System und können sich über Kommentarfunktionen und einen integrierten Messenger direkt mit Projektmanagern und Lektoren abstimmen. Externe Sprachdienstleister, die über eigene Across Language Server verfügen, sind durch das neue Kollaborationsmodul crossGrid direkt mit dem Language Server von SMA verbunden und tauschen alle relevanten Daten von Server zu Server aus. Auch freiberufliche Übersetzer können sich direkt mit dem Language Server von SMA verbinden und so Übersetzungsaufgaben nahtlos austauschen sowie das Translation Memory und das Terminologiesystem nutzen.

Für Salisbury hat sich der Einsatz von Across gelohnt. Dauerte zuvor beispielsweise die Übersetzung einer 80-seitigen Bedienungsanleitung bis zu zwei Monate, so der Manager Translation Service bei SMA, werde heute bereits der Prototyp mit einer mehrsprachigen Dokumentation ausgestattet. „Die endgültige Version der Übersetzung haben wir dann – auch wenn noch in letzter Sekunde Änderungen am Produkt vorgenommen werden – innerhalb von Stunden vorliegen“, äußert sich Salisbury begeistert.

Weitere Effizienzsteigerungen beim Übersetzungsmanagement wird das Unternehmen demnächst mit der Anbindung des Across Language Server an das Redaktionssystem SCHEMA ST4 erzielen. In einem nächsten Schritt wird das Unternehmen den Across Language Server direkt an das Redaktionssystem SCHEMA ST4 anbinden und damit weitere Effizienzsteigerungen beim Übersetzungsmanagement realisieren.

Über SMA Solar Technology AG

Die 1981 gegründete SMA Solar Technology AG mit Unternehmenssitz in Niestetal/Deutschland ist heute der weltweit umsatzstärkste Hersteller von Solar-Wechselrichtern, einer zentralen Komponente jeder Solarstromanlage. Die Unternehmensgruppe ist mit eigenen Niederlassungen in neun Ländern auf vier Kontinenten vertreten. SMA beschäftigt aktuell über 2.000 Mitarbeiter und hat im Jahr 2007 einen Umsatz von ca. 330 Millionen Euro erwirtschaftet. Seit dem 27. Juni 2008 ist SMA als erster Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Über Across Systems

Across Systems (www.across.net) mit Sitz in Karlsbad bei Karlsruhe und Glendale, Kalifornien, ist Hersteller des Across Language Server – der weltweit führenden unabhängigen Technologie für die linguistische Supply Chain.

Der Across Language Server ist eine zentrale Software-Plattform für alle Sprach-Ressourcen und Übersetzungsprozesse im Unternehmen. Er vereinfacht, beschleunigt und verbessert die Steuerung, Koordinierung und Durchführung von Übersetzungen. Die Software beinhaltet unter anderem ein Translation-Memory- und Terminologie-System sowie leistungsfähige Werkzeuge zu Projekt-Management und Workflow-Steuerung von Übersetzungen. Insbesondere erlaubt der Across Language Server durchgängige Prozesse, bei denen Auftraggeber, Agenturen und Übersetzer nahtlos und auf Basis der gleichen Daten zusammenarbeiten. Offene Schnittstellen ermöglichen die direkte Integration korrespondierender Systeme, zum Beispiel von CMS-, Katalog- oder ERP-Lösungen.

Zielgruppe sind alle, die professionell übersetzen oder übersetzen lassen – vom exportorientierten Mittelständler über die Sprachendienste weltweit tätiger Konzerne bis hin zu professionellen Übersetzungsdienstleistern. Durch den Einsatz von Across können Übersetzungskosten deutlich reduziert werden, die Investition in Across amortisiert sich üblicherweise innerhalb kürzester Zeit.

[Text: Dr. Claudia Rudisch. Quelle: Pressemitteilung across, 2008-07-10.]

Blowjob bei Ryanair? Dolmetscherin irritiert

Neulich in Düsseldorf: Michael O’Leary, Chef der irischen Billigfluglinie Ryanair, kündigte auf einer Pressekonferenz die Einführung einer vergleichsweise teuren Business-Class für Transatlantikflüge an. Geboten würden “beds and blow jobs”.

Betretenes Schweigen im Saal. Die Dolmetscherin wirkt irritiert und übersetzt die Floskel nicht. O’Leary setzt jedoch nach und fragt, was denn nun “Blowjob” auf Deutsch heiße. (”Surely you have a word for blow jobs in German?”)

Schließlich springt die deutsche Vertriebs- und Marketing-Chefin ein und erklärt: Der Slang-Ausdruck „bed and blowjob“ sei nicht wörtlich gemeint, sondern bedeute einfach “mit allem Drum und Dran”, mit “Komfort und Spitzenservice”.

Der für markige Sprüche bekannte Flugunternehmer erntete für seinen Griff in die unterste Schublade der Stilebenen tags darauf die zu erwartende Klatsche.  Die stets auf political correctness bedachte deutsche Presse bezeichnete ihn als “Billigtiefflieger” und formulierte: “Er ist Ire und gibt sich gern irre.”

Dolmetscher der UN-Mission bei Anschlag in Abchasien getötet

Ein Dolmetscher der UN-Mission in der Kaukasusrepublik Abchasien, die sich von Georgien losgesagt hat, ist bei einem Sprengstoffanschlag ums Leben gekommen. Die Bombe explodierte in einem Café und galt offenbar dem Abteilungschef des abchasischen Sicherheitsdienstes, der ebenso wie ein Soldat und eine unbeteiligte Frau getötet wurde. Acht Menschen wurden teils schwer verletzt. Hinter dem Anschlag vermuten die Behörden den georgischen Geheimdienst. [Quelle: RIA Novosti, 2008-07-07.]

Gerichtsentscheid: Kostenbeamte dürfen Fahrzeit der Gerichtsdolmetscher nicht streng nach Fahrplan/Routenplaner kürzen

In Wien hat der Oberste Gerichtshof jetzt entschieden (11 Os 51/08x), dass Beamte bei der Kontrolle der von Gerichtsdolmetschern angegeben Fahrzeit zum Gericht nicht streng nach Fahrplan bzw. Routenplaner entscheiden dürfen. Denn dabei handle es sich lediglich um Richtwerte, die nur unter idealen Bedingungen der Realität entsprächen.

In dem Streitfall ging es um die Frage, ob eine Dolmetscherin für ihre Tätigkeit nur zwei Stunden An- und Abreisezeit angerechnet werden oder noch eine angefangene dritte dazu. Der Revisor hatte über die Online-Fahrplanauskunft ermittelt, dass die Fahrzeit von der Wohnung der Dolmetscherin bis zum Gericht und zurück mit öffentlichen Verkehrsmitteln genau eine Stunde und 48 Minuten dauert. Die Dolmetscherin hatte, auch unter Berufung auf eine fünfzehnminütige Verzögerung des Verhandlungsbeginns, eine Fahrzeit von knapp über zwei Stunden auf die Rechnung gesetzt.

Der Streitwert in diesem Verfahren: 22,70 Euro.