Charlotte P. Kieslich zur Geschichte des Dolmetschens

Charlotte P. Kieslich
Charlotte P. Kieslich - Bild: Kieslich

Im Rahmen der zurzeit in Mannheim zu sehenden Wanderausstellung „Ein Prozess – vier Sprachen“ hielt Dr. Charlotte P. Kieslich im Stadtarchiv Mannheim (Marchivum) am 20. Juli 2022 einen Vortrag zur Geschichte des Dolmetschens. Ein besonderes Augenmerk legte sie dabei auf die 1930er bis 1950er Jahre, in denen sich eine rasche Professionalisierung der Berufsgruppe vollzog.

Auf der Website des Marchivums heißt es einführend:

Die ersten historischen Überlieferungen über das Dolmetschen reichen bis weit in die Antike zurück. Wie aber entwickelte es sich in einen hoch qualifizierten Beruf?

Auf einen kurzen historischen Überblick folgt die Darstellung der Professionalisierung während des Nationalsozialismus. Zu der Zeit dominierte noch das Konsekutivdolmetschen. Bekannte Dolmetscher waren Paul Schmidt, „Hitlers Dolmetscher“, sowie Otto Monien, der Leiter des ersten deutschlandweiten Dolmetscher- und Übersetzerverbandes.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs folgte der Aufstieg des Simultandolmetschens, insbesondere auch durch die Nürnberger Prozesse. Wie fand man qualifizierte Dolmetscher*innen und wer waren diese Personen?

Und wie sieht es heutzutage aus: Warum werden auch weiterhin professionelle und qualifizierte Dolmetscher*innen benötigt?

Mitgliederzahlen RfD
Entwicklung der Mitgliederzahlen der Reichsfachschaft für das Dolmetscherwesen (RfD), die zuletzt mit deutlich mehr als 12.000 Verbandsmitgliedern größer war als alle heutigen Berufsverbände in Deutschland und Österreich zusammengenommen. – Bild: Kieslich

Hier die Aufzeichnung des Vortrags zu dessen Beginn für die Gäste im Saal das Konsekutivdolmetschen praktisch demonstriert wird:

Charlotte P. Kieslich: Dolmetschen im Nationalsozialismus
Charlotte P. Kieslich: Dolmetschen im Nationalsozialismus – Die Reichsfachschaft für das Dolmetscherwesen (RfD). – Bild: UEPO.de

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