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Archive für Mai 2010
Staatsministerin Böhmer fordert Dolmetscher als Kassenleistung
21.5.2010 von Richard Schneider.

Mehr als 300 Teilnehmer aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens besuchten am 20. Mai 2010 in Berlin die zweite Jahrestagung des Deutschen Ethikrates zum Thema „Migration und Gesundheit. Kulturelle Vielfalt als Herausforderung für die medizinische Versorgung“.
Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer (CDU, Bild oben), die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration der Bundesregierung, zeigte sich erfreut, dass der Ethikrat das Thema aufgriff, zumal Gesundheit und Pflege in dieser Legislaturperiode ein Schwerpunkt der Bundesregierung sei. Sie hob besonders die Notwendigkeit einer interkulturellen Öffnung des Gesundheitswesens und der Förderung interkultureller Kompetenz in den Ausbildungskonzepten der Gesundheitsberufe hervor.
Die Referenten der Tagung beschäftigten sich aus dem Blickwinkel verschiedener Disziplinen mit interkulturellen Aspekten der gesundheitlichen Versorgung. Vor dem Hintergrund des Spannungsverhältnisses von Solidarität und Eigenverantwortung wurden strukturelle Veränderungen eingefordert. So bestehe einerseits die Pflicht zur Selbstsorge, andererseits eine Bringschuld des Versorgungssystems.
Dazu gehöre auch, den Einsatz von professionellen Dolmetschern in Kliniken und Arztpraxen zu verstärken, um sprachliche Barrieren abzubauen. Staatsministerin Böhmer forderte den verstärkten Einsatz „interkulturell und medizinisch geschulte Dolmetscher“. Laienübersetzer aus dem Kreis der Angehörigen oder Pflegekräfte seien nicht ausreichend. „Wir müssen alles daran setzen, dass Migranten vollen Zugang zur medizinischen Versorgung haben“, sagte Böhmer. Sprachliche Hürden führten zum Beispiel dazu, dass die Kinder von Einwanderern seltener geimpft würden.
Zu den Dolmetscherkosten erklärte Staatsministerin Böhmer: „Ich meine, es muss verankert sein bei den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt.“
Ausführliche Informationen über den Deutschen Ethikrat finden Sie bei Wikipedia.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Pressemitteilung Ethikrat, 2010-05-21; Die Welt, 2010-05-21; epd, 2010-05-20. Bild: Presseservice Ethikrat.]
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technische kommunikation 3/2010: Englisch für Redakteure
20.5.2010 von Richard Schneider.
Soeben ist die technische kommunikation 3/2010 erschienen. Die von der tekom herausgegebene Fachzeitschrift für technische Dokumentation und Informationsmanagement widment sich diesmal dem Schwerpunktthema “Englisch für Redakteure”. Aus dem Inhalt:
Schwerpunkt
- Verständlichkeit auf Umwegen
- Stolpersteine im Englischen
Werkzeuge
- TippyTerm - Einsatzmöglichkeiten und Funktionen
- Praxistipp Word: Das passende Stichwort
Arbeitspraxis
- Eine Frage der Zeit
Sprache
- Praxistipps Sprache: Gut gegliedert und übersichtlich
Online-Hilfe
- Luftnummer oder Hilfeformat der Zukunft?
Beruf und Karriere
- Akkreditierte Bildungsgänge in der technischen Kommunikation II
Gesetze, Normen, Richtlinien
- Unvollständige Maschinen und Risikobeurteilung
- Das Maß der Dinge
Usability
- Dopamin für die Doku
Ausführliche Informationen zur technischen kommunikation finden Sie links im Menü unter “Zeitschriften”.
[Text: Richard Schneider.]
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Übersetzungsbüro Peschel veröffentlicht Fachterminologie Geothermie
18.5.2010 von Richard Schneider.
Das Übersetzungsbüro Peschel veröffentlicht anlässlich der am 19. und 20. Mai 2010 in Freiburg stattfindenden Internationalen Geothermiekonferenz ein Glossar mit Fachbegriffen zur Geothermie Englisch – Deutsch.
Ein vom Übersetzungsbüro Peschel gestelltes Dolmetscherteam unterstützt seit einigen Jahren die mehrsprachige Kommunikation während der jährlich stattfindenden Geothermiekonferenz. So kam die Idee auf, den Teilnehmern in Zusammenarbeit mit den Organisatoren der Konferenz, enerchange, ein kleines Wörterbuch zur Verfügung zu stellen.
Das Glossar soll Geothermieexperten und -interessierten eine Hilfestellung beim Lesen englischsprachiger Fachliteratur geben. Die erste Auflage enthält rund 500 Fachbegriffe, die vor allem die Inhalte der Konferenz abdecken. Anja Peschel, Diplom-Dolmetscherin und Autorin des Glossars, denkt bereits über eine Erweiterung nach: „Es würde sich anbieten, den Themenbereich auch auf Randgebiete der Geothermie wie Geologie oder die juristischen Aspekte von Erdwärmeprojekten auszuweiten.“
Alle Teilnehmer der 6. Internationalen Geothermiekonferenz erhalten ein kostenloses Exemplar der Veröffentlichung. Das Büchlein ist auf Anfrage auch direkt beim Übersetzungsbüro Peschel erhältlich.
Übersetzungsbüro Peschel
Das in der Solarstadt Freiburg beheimatete Übersetzungsbüro Peschel ist ein führender Sprachdienstleister im Bereich erneuerbare Energien. Zu den vielfältigen Dienstleistungen des Übersetzungsbüros Peschel gehören das Übersetzen und Dolmetschen in und aus dem Deutschen, Englischen, Französischen, Spanischen und Italienischen. Seit seiner Gründung im Jahr 1997 betreut das Übersetzungsbüro Peschel einen stetig wachsenden internationalen Kundenstamm aus den Bereichen erneuerbare Energien, Medizin und Pharmazie, Jura, Wirtschaft, Sozialwissenschaften, Politik und dem öffentlichen Sektor.
[Text: Anja Peschel. Quelle: Pressemitteilung Übersetzungsbüro Peschel, 2010-05-10. Bild: fotolia.de.]
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Leginda.de: Viel versprechende Bilanz nach erstem Geschäftsjahr
17.5.2010 von Richard Schneider.
Am 4. Mai letzten Jahres ging leginda.de, ein B2B-Portal für professionelle Übersetzungen, online. Die Bilanz nach dem ersten Geschäftsjahr ist nach Angaben der Betreiber viel versprechend. Das Übersetzungsportal erfreue sich zunehmender Beliebtheit. Täglich würden neue Kunden hinzugewonnen, das Auftragsvolumen reiche vom Kleinauftrag für 23,80 Euro bis zu Großaufträgen von mehr als 20.000 Euro. In einer Pressemitteilung heißt es:
Viele Geschäftskunden schätzen die Professionalität der Abwicklung und dem hohen Qualitätsanspruch, der durch den Einsatz von Muttersprachlern und der Einhaltung des Ziellandprinzips unterstrichen wird. Der Umsatz des Unternehmens konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als 100 % gesteigert werden. Die Betreiber der Plattform rechnen damit, dass sich diese Tendenz zukünftig noch verstärken wird. „Dies wäre für uns die beste Bestätigung für die stark zunehmende Akzeptanz unseres Portals“, so Geschäftsführer Peter Badt.
Neben der hohen Professionalität schätzen die Kunden vor allem die strukturierte und einfache Bedienung: Text oder Dokument einstellen, Kalkulation abwarten, einen der vier angebotenen Liefertermine oder einen individuellen Liefertermin auswählen, fertig! „Unsere Geschäftskunden wollen sich doch auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Die notwendigen Übersetzungen dürfen da nicht lange aufhalten. Unser Portal ermöglicht dies, da der gesamte Bestellvorgang in ein paar Minuten mit allen relevanten Daten, wie Preis, Fachgebiet und Liefertermin abgewickelt werden kann“, so Controller und Geschäftsführer Daniel Erbe.
Über das Internet-Portal können professionelle Übersetzungen gemäß DIN EN 15038 beauftragt werden. Es werden sämtliche Fachbereiche, wie Recht, Wirtschaft, Technik und Naturwissenschaften sowie alle Textsorten von einfacher Korrespondenz bis zu wissenschaftlichen Abhandlungen abgedeckt.
Leginda GmbH
Die Leginda GmbH ist eine gemeinsame Tochtergesellschaft der beiden Saarbrücker Unternehmen Lector GmbH und Meta-Level Software AG. Das Unternehmen ist aus dem 2007 initiierten Joint-Venture der beiden Firmen unter dem damaligen Namen global translations hervorgegangen. Im Februar 2008 wurde die Plattform unter dem alten Namen von der Initiative Mittelstand mit dem Innovationspreis 2008 in der Kategorie Branchensoftware ausgezeichnet.
[Text: Leginda. Quelle: Pressemitteilung Leginda GmbH, 2010-05-05. Bild: Leginda.]
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Als Dolmetscherin bei den Oberhausener Kurzfilmtagen
16.5.2010 von Richard Schneider.
„Spannend ist ihr Job eigentlich immer. Mal eine internationale Friseurmesse, mal ein Kongress zur Photovoltaik, mal eine Touristikmesse. Als freiberufliche Diplom-Dolmetscherin kommt Nadine Dönike viel rum. Ab Donnerstag ist die zierliche Essenerin sechs Tage beinah rund um die Uhr in Oberhausen anzutreffen. Sie gehört zum fünfköpfigen Übersetzerteam der Kurzfilmtage.“ So beginnt ein Artikel über die Arbeit der Sprachmittler auf dem Festival.
Wir erfahren unter anderem, dass alle Filme Deutsch oder Englisch untertitelt oder in eine dieser Sprachen gedolmetscht werden. Das Dolmetschteam setzt sich im Kern seit Jahren aus denselben Leuten zusammen.
Den Artikel können Sie im Webportal der WAZ in voller Länge lesen.
[Text: Richard Schneider. Quelle: DerWesten, 2010-04-29. Bild: ktsdesign/Fotolia.]
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Übersetzungssuche Linguee.de verlässt Beta-Stadium
15.5.2010 von Richard Schneider.
Nach einer einjährigen Beta-Phase geht die deutsch-englische Übersetzungshilfe Linguee.de als Vollversion an den Start und bringt dabei einige Neuerungen mit. Mit Hilfe der Webseite können Internetnutzer eine Vielzahl von übersetzten Texten durchsuchen. Im Gegensatz zu traditionellen Online-Wörterbüchern findet Linguee so auch für Wortkombinationen wie „leitete die Abteilung“ oder „leitet Strom“ passende Übersetzungen.
Der Online-Dienst funktioniert nach dem Prinzip einer Suchmaschine. Ein Computerprogramm durchforstet das Internet, erkennt automatisch übersetzte Webseiten und bewertet deren Qualität. Nach Angaben der Betreiber stehen in Linguee dadurch 100 Millionen hochwertige Übersetzungen zur Verfügung.
„Schon in der einjährigen Beta-Phase erreichte Linguee.de durch persönliche Weiterempfehlungen täglich 500.000 Suchanfragen,“ freut sich Geschäftsführer Dr. Gereon Frahling (links im Bild), der vor der Gründung in der Foschungsabteilung von Google tätig war. „Die finale Version bietet nun zahlreiche Verbesserungen.“
Optimiert wurden in der finalen Version vor allem die Qualität und Aufbereitung der Suchergebnisse. Durch neu entwickelte Softwareverfahren werden besonders gute Übersetzungen bevorzugt dargestellt. Auch abgeleitete Wortformen werden zuverlässiger gefunden. Zur weiteren Verbesserung können Nutzer ab sofort eigene Beiträge leisten und Übersetzungen bewerten. Die Mitarbeit wird dabei durch werbefreie Suchergebnisse belohnt.
Mitgründer Leonard Fink (rechts im Bild) sieht in der Linguee-Technik noch viel Potenzial: „In der heutigen globalisierten Wirtschaft müssen sich immer mehr Menschen täglich mit Fremdsprachen beschäftigen. Da für andere Weltsprachen wie Spanisch, Französisch und Chinesisch noch kein vergleichbarer Dienst existiert, werden wir noch in diesem Jahr weitere Sprachversionen anbieten.“
Biografie Dr. Gereon Frahling
Dr. Dipl.-Math. Gereon Frahling (33) ist Gründer und Geschäftsführer der Linguee GmbH. Bereits Ende 2007 begann er mit der Realisierung einer Übersetzungssuche und ist seit 2008 Geschäftsführer der Linguee GmbH.
Zuvor hatte Frahling eine von weltweit zwei Postdoc-Stellen in der Forschungsabteilung von Google in New York inne. Inhalt war die Forschung nach neuen Machine-Learning- und Clustering-Algorithmen für extrem große Datenmengen. Darüber hinaus beriet Frahling Softwareentwickler von Google bei algorithmischen Problemen und betreute Doktoranden des Massachusetts Institute of Technology (MIT) als Praktikanten in der Google-Forschungsabteilung.
Seine Expertise im Bereich der Verarbeitung und statistischen Analyse großer Datenmengen sammelte Frahling u. A. während seiner Promotion im Bereich der theoretischen Informatik (2004-2006). Für seine Dissertation erhielt er den Dissertationspreis der Fakultät Elektrotechnik, Mathematik und Informatik der Universität Paderborn und eine Nominierung für den Dissertationspreis der Gesellschaft für Informatik.
Während seines Mathematikstudiums in Köln war Frahling von 1997 bis 2001 hauptverantwortlich für die Entwicklung des Social-Bookmarking-Dienstes “Oneview.de”, der 1999 u.a. den Deutschen Multimedia-Award in Silber erhielt.
Biografie Leonard Fink
Leonard Fink (33) ist Gründungsmitglied und Gesellschafter der Linguee GmbH und für die technische Entwicklung des Unternehmens mitverantwortlich.
Bevor Fink Ende 2007 mit der Realisierung von Linguee begann, war er als selbständiger Unternehmensberater für wissenschaftliche Softwarelösungen im Bereich Biotechnologie mit der Spezialisierung auf Netzwerkprogrammierung und große Datenbanken tätig.
Von 1999 bis 2003 war Fink Mitentwickler des Internet-Dienstes Oneview, einem der ersten deutschsprachigen Social-Bookmarking-Dienstleister, und leitete dort das Entwicklerteam der Intranetprodukte.
Für die EU-Behörde ECVAM (European Centre for the Validation of Alternative Methods) war Fink als Biostatistiker tätig und ist Inhaber eines Patents für ein Mikroelektrodenarray-Gewebetestsystem. Apple nutzt von ihm entwickelte Algorithmen im Bildverarbeitungs-Framework Core Image im Betriebssystem
Mac OS X.
Fink studierte Physik mit Nebenfach Informatik an der Universität Köln.
Linguee.de
Linguee.de ist ein Online-Wörterbuch und eine Suchmaschine für Übersetzungen. Im Gegensatz zu traditionellen Wörterbüchern können mit Linguee etwa 1000 mal mehr zweisprachige übersetzte Texte durchsucht werden. Gegründet wurde die Linguee GmbH nach mehr als einjähriger Entwicklungszeit im Dezember 2008 von Dr. Gereon Frahling und Leonard Fink und wurde 2008 mit dem Hauptpreis beim Gründerwettbewerb Multimedia des Bundeswirtschaftsministeriums ausgezeichnet. Im April 2009 startete Linguee.de eine öffentliche Beta-Version. Zum Kreis der Investoren gehören Alando-Mitgründer Jörg Rheinboldt und die Schweizer BrainsToVentures AG.
[Text: Dr. Gereon Frahling. Quelle: Pressemitteilung Linguee, 2010-05-11. Bild: Linguee.]
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Fußballdolmetscher Roland Martinez im Interview
14.5.2010 von Richard Schneider.
Auf YouTube ist ein Porträt des Fußballdolmetschers Roland Martínez Vázquez (früher Roland Podeschwik) zu sehen, der seit gut zehn Jahren die portugiesisch- und spanischsprachigen Torjäger des Bundesligavereins Werder Bremen betreut. Das Video zeigt „Rolando“ bei der Arbeit mit dem brasilianischen Stürmer Diego (Diego Ribas da Cunha): TV-Interview mit Roland Martinez
Weitere Mitschnitte von Fernsehsendungen zeigen Martínez als Dolmetscher bei Interviews mit Fußballspielern wie Roberto Silva (Peru), Aílton (Aílton Gonçalves da Silva, Brasilien) und Claudio Pizarro (Claudio Miguel Pizarro Bosio, Peru).
Es gibt in der Fußballbundesliga rund ein Dutzend Dolmetscher, die nicht selten in Vollzeit als sprachliche Betreuer für Spitzenspieler fungieren. Dieses Marktsegment ist sehr klein, aber lukrativ. Es bietet vor allem Chancen für die benachteiligte Minderheit der männlichen Sprachmittler.
Dolmetscherinnen scheiden für eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Fußball-Millionäre grundsätzlich aus. Abgesehen davon, dass es kaum Frauen gibt, die etwas von Fußball verstehen, wären die Spielerfrauen sicher schnell eifersüchtig. Außerdem wird der Dolmetscher auch in der Umkleide benötigt, wo die Athleten nicht selten hüllenlos herumlaufen.
Die mit Abstand am stärksten nachgefragte Fremdsprache ist wegen des Fußball-Giganten Brasilien Portugiesisch, gefolgt von Spanisch.
Mehr zum Thema im Übersetzerportal
2005: Traumjob auf Zeit: Roland Martínez Vázquez ist Fußballdolmetscher bei Werder Bremen
[Text: Richard Schneider. Bild: photocase.de.]
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Kompromiss: Frankfurter Buchmesse 2010 mit Zentrum für Literatur, Politik und Übersetzung
13.5.2010 von Richard Schneider.
Wie bereits berichtet, wird es in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse kein Übersetzer-Zentrum mehr geben. Grund dafür sind die Mittelkürzungen des Auswärtigen Amts, das der Hauptgeldgeber des groß angelegten Standes war. Auch die Ausstellungs- und Messe GmbH hatte angekündigt, ihr Engagement für das Übersetzer-Zentrum zurückzufahren. Sie versprach jedoch, in kleinerem Rahmen eine adäquate Lösung für die Übersetzer finden zu wollen.
Jetzt wurden die Grundzüge des neuen Konzepts bekannt gegeben: Das bisherige „Internationale Zentrum“ und das „Übersetzer-Zentrum“, die ohnehin direkt nebeneinanderlagen, werden zu einem neuen Zentrum für Literatur, Politik und Übersetzung zusammengefasst. Es trägt den Namen „Weltempfang“ und soll gemeinsam mit Organisationen der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik den internationalen Kulturaustausch und Wissenstransfer fördern. Die Messegesellschaft schreibt dazu:
In der Mitte der Halle 5.0 gelegen umfasst der „Weltempfang – Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung“ eine große Bühne für publikumsstarke Veranstaltungen. Daneben verfügt er über einen Kleinen Salon für Fachdiskussionen und literarische Begegnungen. Abgerundet wird das Areal von dem Café-Bereich, der zum Weiterdiskutieren, sich Verabreden oder einfach nur zum Ausruhen einlädt. Beim Weltempfang wird es wie bisher Lesungen und Diskussionsforen mit internationalen Autoren geben. Er wird Treffpunkt sein für Übersetzer. Und er wird ein Raum für Veranstaltungen zu den Besonderheiten des Übersetzens sein. Auch die geselligen Momente kommen nicht zu kurz: In den frühen Abendstunden schließt der Weltempfang mit einer Happy Hour.
Der bei der inhaltlichen Ausgestaltung des Übersetzer-Zentrums federführende Literaturübersetzerverband VdÜ begrüßt den erzielten Kompromiss:
Das „Übersetzerzentrum“ als eigener Ort mit eigenem Namen ist also – vorerst – verloren. Der Buchmesse haben wir es zu verdanken, dass unsere Tätigkeit immerhin im Namen des neuen Zentrums noch erhalten ist, dafür danken wir und arbeiten bereits engagiert daran mit, dem neuen Ort Inhalt und Qualität zu verleihen, damit er für die Sichtbarkeit von uns Übersetzenden sorgt und ein attraktiver Treffpunkt bleibt − nicht zuletzt für Übersetzende und Medienvertreter.
Auf dem „Weltempfang“ sind folgende Organisationen mit eigenen Ständen vertreten: VdÜ (Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e.V.), BDÜ (Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V.), Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD), Deutsches Kulturforum östliches Europa, Goethe-Institut, Südasien-Institut der Universität Heidelberg sowie das Institut français d’histoire en Allemagne. Erhalten bleiben die Informationstheke für Übersetzer sowie der Programmpunkt „Gläserner Übersetzer“, bei dem man einem Vertreter der Berufsgruppe bei der Arbeit über die Schulter schauen kann.
Der VdÜ hat die Hoffnung auf eine Rückkehr zum eigenständigen Übersetzer-Zentrum noch nicht aufgegeben. Hinter den Kulissen bemüht er sich um eine Rücknahme der Mittelkürzungen, damit sich die Übersetzungsbranche später wieder in der Form präsentieren kann, die sich in den sieben „fetten“ Jahren von 2003 bis 2009 allseits großer Beliebtheit erfreute.
Mehr zum Thema auf uepo.de
Die fetten Jahre sind vorbei: Frankfurter Buchmesse 2010 ohne Übersetzer-Zentrum
2003: Erstmals internationales Übersetzer-Zentrum auf Frankfurter Buchmesse
[Text: Richard Schneider. Quelle: VdÜ, Frankfurter Buchmesse. Bild: Frankfurter Buchmesse.]
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6. Stuttgarter Wissensmanagement-Tage: Für ein effizientes Übersetzungsmanagement
12.5.2010 von Richard Schneider.
Wissensmanagement ist derzeit in aller Munde: der Weg vom Web 2.0 zum Web 3.0. Der Ausbau von semantischer Suche und ontologiebasierten Recherche-Methoden. Intensive Bemühungen, wertvolles Erfahrungswissen zu explizieren. Kollaboratives Arbeiten in verteilten Teams. Kompetenzentwicklung, kontinuierliches Lernen und die Generierung von Ideen und Innovationen.
Selten zuvor war Wissensmanagement derart im Wandel begriffen. Doch die Veränderungen beschränken sich nicht nur auf die Entwicklung neuer Tools und Methoden. Viel wichtiger ist, dass sich diese Werkzeuge auf breiter Front in den Unternehmen durchsetzen: Immer mehr Organisationen erkennen die Vorteile von Wissensmanagement – und nutzen es aktiv für das Fortkommen ihrer Firma.
Insbesondere im Übersetzungsmanagement für globale Märkte spielen intelligente Wissensmanagement-Konzepte eine entscheidende Rolle. Die Vielzahl an Ausgangs- und Zielsprachen, komplizierte Rechtsnormen und ständig wachsende Übersetzungsvolumina machen eine permanente Optimierung von Prozessen und die Aufdeckung bestehender Potentiale unerlässlich. Ob beim Thema technischer Dokumentationen, konzernübergreifender Wissensweitergabe oder beim globalen Wissensaustausch in der Entwicklungsarbeit – das hochkarätige Programm bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für mehrsprachige Prozesse.
Auf den 6. Stuttgarter Wissensmanagement-Tagen am 16. und 17. November 2010 in der Stuttgarter Liederhalle geben Keynote-Speaker, Wissensmanager und Praktiker ihre Erfahrungen in zahlreichen Anwendungsberichten und Workshops weiter. Folgende Schwerpunktthemen sind geplant:
- Wissen heißt kommunizieren: Erfahrungen & implizites Know-how erfolgreich weitergeben
- Interaktiv, kollaborativ, effektiv: Wissensweitergabe im Web 2.0
- Gemeinsames Wissen nutzen: Kollaboratives Arbeiten im Projektteam
- Kreativität meets Wissen: Ideen entwickeln – Innovationen generieren
- Schneller, höher, weiter: Vom Selbst- zum Wissensmanagement
Die Veranstaltung findet in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal statt und hat sich zu einem wichtigen Branchenevent entwickelt. Organisiert wird der Kongress von der Zeitschrift wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte und dem Institut für Management & Kommunikation (IMK) Dr. Sturz GmbH.
Weitere Informationen, ein ausführliches Programm und Anmeldemöglichkeiten unter: www.wima-tage.de
[Text: Holger Simon. Quelle: Pressemitteilung Sturz Gruppe, 2010-05-10. Bild: Wissensmanagement-Tage.]
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Kern eröffnet neue Filiale in Ingolstadt
11.5.2010 von Richard Schneider.
Die Kern AG hat in Ingolstadt eine neue Filiale eingerichtet, die 38. in Deutschland, die fünfte in Bayern. Dort werden sämtliche Dienstleistungen rund um die fremdsprachliche Kommunikation angeboten.
Der Standort Ingolstadt wurde innerhalb einer sorgfältigen Standortanalyse als einer der wirtschaftlich am stärksten wachsenden Ballungsräume Deutschlands ausgewählt. Weltweit bekannt ist die Stadt an der Donau nicht nur aufgrund der dort ansässigen Automobilbranche und diverser Zulieferunternehmen aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie, sondern auch als Kultur- und Universitätszentrum.
Michael Kern, Vorstandsmitglied der KERN AG, betont: „Ingolstadt ist aufgrund seines enormen wirtschaftlichen Wachstums für uns ein wichtiger neuer Standort. Sowohl das produzierende Gewerbe als auch die zahlreichen oftmals angegliederten Dienstleister sind durch eine hohe Exportquote gekennzeichnet und auf fachlich hochwertige Sprachendienstleistungen angewiesen. Im Übrigen können wir durch unseren neuen Standort die Entfernung zu bereits bestehenden Geschäftspartnern deutlich verkürzen.“ Er verwies außerdem darauf, dass die Eröffnung weiterer Geschäftsstellen in Deutschland, Österreich und Osteuropa geplant ist.
Die 1969 von Manfred Kern gegründete Kern AG mit Stammsitz in Frankfurt am Main besitzt mit 45 Geschäftsstellen im In- und Ausland das größte Filialnetz aller europäischen Sprachdienstleister. Zu den vielfältigen Dienstleistungen gehören das Übersetzen und Dolmetschen in alle Weltsprachen, Software-, Webseiten- und Dokumenten-Lokalisierung, Terminologieverwaltung, multilinguales Desktop-Publishing, das Vermieten von Dolmetscher- und Personenführungsanlagen, die Kreation nationaler und internationaler Markennamen sowie Sprachentraining in den wichtigsten Sprachen für Firmen und Privatpersonen.
[Quelle: Pressemitteilung Kern AG, 2010-05-05. Bild: Kern.]
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