Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Übersetzungsfehler.
- Ausbildung (67)
- Bibel/Koran (12)
- Bücher (75)
- Büroorganisation (13)
- Deutsche Sprache (94)
- Dolmetschen (95)
- Einwanderer (23)
- EU (40)
- Fremdsprachen (52)
- Gebärdensprachdolmetscher (9)
- Gebärdensprache (14)
- Gerichtsdolmetscher (81)
- Geschichte (30)
- Honorare/Gehälter (14)
- Interview (4)
- Literaturübersetzer (112)
- Lokalisierung (12)
- Markt (28)
- Maschinelle Übersetzung (12)
- medizinisch-soziales Dolmetschen (9)
- Missstände (47)
- Nachrichten (73)
- Nachrufe (8)
- Politik (59)
- Porträt (49)
- Qualitätssicherung (9)
- Recht (2)
- Simultandolmetscher (28)
- Sprache allgemein (61)
- Terminologie (24)
- Übersetzen (31)
- Übersetzungsfehler (31)
- Unternehmen (129)
- Veranstaltungen (163)
- Verbände (129)
- Videos (7)
- Werkzeuge (129)
- Wissenschaft (30)
- Wörterbücher (53)
- Zeitschriften (68)
- 22.5.2012: Universität Hildesheim: Master "Medientext und Medienübersetzung"
- 21.5.2012: Bram Stokers "Dracula" neu übersetzt
- 20.5.2012: Über die (Un-)Sitte der Filmsynchronisation in Deutschland
- 19.5.2012: Immer weniger luxemburgische Muttersprachler
- 18.5.2012: Focus: Wissenstest zur deutschen Sprache
- 17.5.2012: Anglizismen-INDEX Nr. 10 erhältlich
- 16.5.2012: Brandenburg: Kürzungen beim bilingualen Unterricht geplant
- 15.5.2012: Besonderheiten der schriftlichen Kommunikation im Internet
- 14.5.2012: Linguee startet Abonnement-Dienste "Premium" und "Professional"
- 13.5.2012: Kurzkrimi "Der Dolmetscher" von Marla B. Singer
- Mai 2012
- April 2012
- März 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
Archiv der Kategorie Übersetzungsfehler
“Für viele” statt “für alle”: Korrektur der Kelchworte
5.5.2012 von Jessica Antosik.
Es scheint eine Winzigkeit, eine Haarspalterei zu sein, doch für viele Katholiken ist es ein heikles Thema: Papst Benedikt XVI. (Bild rechts) hat entschieden, dass die Kelchworte in deutschen Eucharistiefeiern “für viele” und nicht mehr “für alle” gesprochen werden sollen. Im April hat der Papst die deutschen Bischöfe in einem Brief zu einer korrekten Übertragung des Wortes “pro multis” angehalten. Damit hat der Papst einen Schritt in Richtung Urtext gemacht. Dies bedeutet, dass der Priester beim Eucharistischen Hochgebet, beim letzten Abendmahl, in dem sich nach katholischem Verständnis in den Händen der Priester Brot und Wein in das Fleisch und das Blut Christi verwandeln, zukünftig Folgendes sagt: “Das ist der Kelch meines Blutes, des neuen und ewigen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.”
Bis zur Liturgiereform in den 60er-Jahren wurden die Wandlungsworte vom Priester auf Lateinisch gesprochen und lauteten so: “Hic est enim Calix Sánguinis mei, novi et aetérni testaménti, mysterium fidei, qui pro vobis et pro multis effundétur in remissiónem peccatórum.” Als die Bischöfe im Zuge der Liturgiereform von 1969/1970 im deutsch-, aber auch im englisch-, spanisch- und italienischsprachigen Raum beschlossen, dieses Wort Jesu mit “für alle” zu übersetzen, nahmen sie damit eine theologische Position ein: Jesus ist nicht lediglich für eine bestimmte Gruppe gestorben, sondern für alle Menschen.
Es ist schwer nachzuvollziehen, wie Jesus’ Wortlaut beim Abendmahl in Jerusalem war, da er weder Deutsch, Lateinisch, noch Griechisch, sondern Aramäisch gesprochen hat. Die Texte in den Evangelien basieren auf wörtlichen Überlieferung oder Übersetzungen, sodass immer Zweifel bestehen können. Die Wahl des Wortes „viele“ ist jedoch auch problematisch, da man damit „nicht“ alle assoziiert und das Gefühl einer Diskriminierung aufkommen kann.
Papst Benedikt XVI. erklärt in seinem Brief zwar, dass die Einnahme einer politischen Position richtig sei und eine “Verschmelzung von Übersetzung und Auslegung” in den Jahren nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) durchaus üblich gewesen sei. Doch der Papst empfindet diese Verschmelzung aus prinzipiellen Gründen als unpassend. Bei manchen Übersetzungen der heiligen Texte sei es zu “wirklichen Verlusten” und zu “Banalisierungen” gekommen, die nun korrigiert werden müssen.
Nun ist eine Diskussion darüber entbrannt, ob die Entscheidung als harmlos oder als Rechtsruck des Vatikans angesehen werden soll. Der Papst warnt in seinem Schreiben vor der Gefahr einer “Spaltung im innersten Raum unseres Betens” und bittet die Bischöfe darum, die Gläubigen in dieser “schwerwiegenden Frage” auf die bevorstehende Änderung vorzubereiten. Er möchte nicht, dass der Eindruck entstehe, dass Rom die theologische Aussage dieser Worte ändern oder “das Erbe des Konzils zerstören” wolle. Das Wort “alle” ist nach Ansicht von Benedikt XVI. zwar begründet, allerdings handelt es sich dabei um eine nicht geeignete Vermischung von sprachlicher Übersetzung und theologischer Interpretation im liturgischen Text.
Nachfolgend ein Auszug aus dem Brief vom 14.04.2012 von Papst Benedikt XVI.:
Bis zu einem gewissen Grad bleibt das Prinzip einer inhaltlichen und nicht notwendig auch wörtlichen Übersetzung der Grundtexte weiterhin berechtigt. Da ich die liturgischen Gebete immer wieder in verschiedenen Sprachen beten muss, fällt mir auf, dass zwischen den verschiedenen Übersetzungen manchmal kaum eine Gemeinsamkeit zu finden ist und dass der zugrundeliegende gemeinsame Text oft nur noch von Weitem erkennbar bleibt. Dabei sind dann Banalisierungen unterlaufen, die wirkliche Verluste bedeuten. So ist mir im Lauf der Jahre immer mehr auch persönlich deutlich geworden, dass das Prinzip der nicht wörtlichen, sondern strukturellen Entsprechung als Übersetzungsleitlinie seine Grenzen hat. Solchen Einsichten folgend hat die von der Gottesdienst-Kongregation am 28.03.2001 erlassene Übersetzer-Instruktion Liturgiam authenticam wieder das Prinzip der wörtlichen Entsprechung in den Vordergrund gerückt, ohne natürlich einen einseitigen Verbalismus vorzuschreiben. Die wichtige Einsicht, die dieser Instruktion zugrunde liegt, besteht in der eingangs schon ausgesprochenen Unterscheidung von Übersetzung und Auslegung. Sie ist sowohl dem Wort der Schrift wie den liturgischen Texten gegenüber notwendig. Einerseits muss das heilige Wort möglichst als es selbst erscheinen, auch mit seiner Fremdheit und den Fragen, die es in sich trägt; andererseits ist der Kirche der Auftrag der Auslegung gegeben, damit – in den Grenzen unseres jeweiligen Verstehens – die Botschaft zu uns kommt, die der Herr uns zugedacht hat. Auch die einfühlsamste Übersetzung kann die Auslegung nicht ersetzen: Es gehört zur Struktur der Offenbarung, dass das Gotteswort in der Auslegungsgemeinschaft der Kirche gelesen wird, dass Treue und Vergegenwärtigung sich miteinander verbinden. Das Wort muss als es selbst, in seiner eigenen vielleicht uns fremden Gestalt da sein; die Auslegung muss an der Treue zum Wort selbst gemessen werden, aber zugleich es dem heutigen Hörer zugänglich machen.
In diesem Zusammenhang ist vom Heiligen Stuhl entschieden worden, dass bei der neuen Übersetzung des Missale das Wort „pro multis“ als solches übersetzt und nicht zugleich schon ausgelegt werden müsse. An die Stelle der interpretativen Auslegung „für alle“ muss die einfache Übertragung „für viele“ treten. Ich darf dabei darauf hinweisen, dass sowohl bei Matthäus wie bei Markus kein Artikel steht, also nicht „für die vielen“, sondern „für viele“. Wenn diese Entscheidung von der grundsätzlichen Zuordnung von Übersetzung und Auslegung her, wie ich hoffe, durchaus verständlich ist, so bin ich mir doch bewusst, dass sie eine ungeheure Herausforderung an alle bedeutet, denen die Auslegung des Gotteswortes in der Kirche aufgetragen ist. Denn für den normalen Besucher des Gottesdienstes erscheint dies fast unvermeidlich als Bruch mitten im Zentrum des Heiligen. […]
Die Deutsche Bischofskonferenz stellt den Brief von Papst Benedikt XVI. an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz zur Frage der Übersetzung des Kelchwortes zur Verfügung.
Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, erkärt Folgendes zur Frage der Übersetzung des Kelchwortes:
Die Neuübersetzung des Messbuches, die gegenwärtig vorbereitet wird, erfolgt auf der Grundlage des vatikanischen Dokumentes ‘Liturgiam authenticam’ aus dem Jahre 2001. Dazu gehört auch eine angemessene Übersetzung des Kelchwortes, zu der es in der Vergangenheit eine breite Diskussion gab. Der Heilige Vater hat sich dazu in einem Brief an die Bischöfe des deutschen Sprachraumes geäußert. Der Brief bietet eine Klärung und ist der Abschluss einer Diskussion. […]
Theologische Voraussetzungen, übersetzerische Grundentscheidungen und Inhalt der künftigen Übersetzung werden umfassend verdeutlicht. Für die deutschen Bischöfe ist dieser Brief ein wichtiger Impuls, die Übersetzung des Messbuches zügig voranzubringen.
Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Priester in den Gemeinden mit Unverständnis vonseiten der Gläubigen, die seit 50 Jahren an einen anderen Wortlaut gewöhnt sind, zu kämpfen haben werden.
[Text: Jessica Antosik. Quelle: pnp.de, 05.05.2012; pilger-speyer.de, 26.04.2012; swr.de, 26.04.2012; dbk.de, 24.04.2012. Bild: eürodäna, Lizenz CC-BY.]
Geschrieben in Bibel/Koran, Übersetzungsfehler | Drucken | Keine Kommentare »
Übersetzungsfehler: So kam der Osterhase in die Bibel
7.4.2012 von Jessica Antosik.
Der Osterhase versteckt zu Ostern volkstümlich die Eier im Garten. Jedes Kind freut sich alle Jahre wieder auf den Osterhasen. Doch was hat der Hase überhaupt mit Ostern, dem Fest der Auferstehung Jesu Christi, zu tun?
Der Kirchenvater Hieronymus, Verfasser der Vulgata, der lange Zeit maßgeblichen Bibelübersetzung der katholischen Kirche, erwähnte den „Hasen“ seinerzeit in der Heiligen Schrift. Als er die Bibel im vierten Jahrhundert ins Lateinische übersetzte, entschied er sich für die Worte „lepus“ oder „lepusculus“, d. h. also übersetzt für „Hase“ bzw. „Häschen“. Dort heißt es, dass sie zu den Kleinsten auf Erden gehörten und ein schwaches Volk seien. Sie bauten ihr Haus in den Felsen, was symbolisch bedeutet, dass sie auf Christus bauten. Auch in Psalm 104, Vers 18 wird in älteren Übersetzungen vom „Hasen“ oder „Kaninchen“ gesprochen, der in Felsklüften Zuflucht findet wie bei Gott: „Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht, und die Steinklüfte der Kaninchen.“
Volkmar Wirth, früherer Direktor des Naturkundemuseums Karlsruhe, sagt, dass in der Bibel ursprünglich gar keine Rede von „Hasen“ war. Vielmehr sprachen die hebräischen Texte vom „shaphan“, dem „Klippschliefer“ (unteres Bild). Somit liegt ein Übersetzungsfehler vor, der auch Jahrhunderte später nicht aufgedeckt wurde. Erst in neueren Bibelübersetzungen ist das Wort mit „Klippschliefer“ bzw. „Klippdachs“ übersetzt worden.
Die Verwechslung oder Umbenennung ist durchaus nachzuvollziehen. Die Kinder-Naturkundezeitschrift geolino erklärt: „Wer einen Klippschliefer das erste Mal sieht, denkt eher an ein pummeliges Kaninchen.“ Die Tiere sind kaninchengroß, braun und kommen in felsigen Gebieten Afrikas und Westasiens vor. Da die europäischen Übersetzer nichts mit dem Begriff „Klippschliefer“ bzw. „Klippdachs“ in Verbindung bringen konnten, benannten sie das Tier um. Dies bedeutet also, dass der Sinn der Bibelstelle den europäischen Bibellesern deutlich gemacht werden sollte, indem ein Tier genannt wird, das die Leser kennen.
Seit Ambrosius existiert zudem eine ältere Deutung des Hasen als Auferstehungssymbol. Eine weitere mögliche Erklärung besagt, dass der Hase für die Fruchtbarkeit steht. Bis heute gibt es jedoch keine endgültige Erklärung dafür, warum der Hase zu Ostern Eier bringt.
„Wie es zum eierlegenden Osterhasen kam, wird wohl nie ganz ergründet werden“, so Volkmar Wirth. Er zitiert den Pfarrer und Dichter Eduard Mörike, der im Jahr 1847 Folgendes schrieb: „Sophisten und die Pfaffen stritten sich mit viel Geschrei: Was hat Gott zuerst erschaffen, wohl die Henne, wohl das Ei? – Wäre das so schwer zu lösen? Erstlich ward ein Ei erdacht, doch weil noch kein Huhn gewesen, Schatz, so hat’ s der Has gebracht.“
[Text: Jessica Antosik. Quelle: Ludwigsburger Kreiszeitung, 07.04.2012; bibel-online.net. Bild: Fmickan, CC-BY; Andreas Tusche, CC-BY.]
Geschrieben in Übersetzungsfehler, Geschichte | Drucken | Keine Kommentare »
Mag sie Strapse oder nicht? Übersetzungspanne bei “Traumfrau gesucht”
7.2.2012 von Nina Neumann.
Bei der RTL2-Kuppelshow “Traumfrau gesucht” versuchte Walther seine angebetete Kandidatin Juliya mit einem ganz besonderen Geschenk für sich zu gewinnen: Strapse. Da Juliya kein Deutsch spricht, musste sie sich auf Russisch zu ihrem Geschenk äußern. Und Walther schien damit auch voll ins Schwarze getroffen zu haben: “Ich liebe Strümpfe und schöne Unterwäsche, mir macht das nichts aus”, wurde für die RTL2-Zuschauer übersetzt.
Diese Übersetzung führte bei russischen Muttersprachlern allerdings zur Verwunderung, da sie in keinster Weise das wiedergab, was Juliya geäußert hatte. Ihre Worte waren nämlich: “Ich mag keine Strumpfhosen. Ich mag einfach keine Strumpfhosen. Das gefällt mir nicht.“
Der Klatsch-und-Tratsch-Website Promiflash.de fiel diese Fehlübersetzung auf. Ein Mitarbeiter bat RTL2 um eine Stellungnahme. Die Antwort des Senders: “Ab der nächsten Folge, die am 13. Februar ausgestrahlt wird, arbeiten wir bei der Produktion von ‘Traumfrau gesucht’ mit einem neuen Übersetzer zusammen. Sollte es bei der betreffenden Szene zu Ungenauigkeiten in der Übersetzung gekommen sein, bedauern wir dies.”
Handelt es sich tatsächlich um den Fehler eines unfähigen Übersetzers? Oder haben die Verantwortlichen der Sendereihe bewusst falsch übersetzt, weil dies besser in die Handlung passt?
Die ganze Geschichte können Sie auf der Website promiflash.de in den Artikeln “Das komplette Gegenteil: So falsch übersetzt RTL2 Traumfrau gesucht-Juliya” und “Mag sie Strapse oder nicht? RTL2 zur Übersetzungs-Panne bei Traumfrau gesucht” lesen.
[Text: Nina Neumann. Quelle: promiflash.de, 7.2.2012, 8.2.2012.]
Geschrieben in Übersetzungsfehler | Drucken | Keine Kommentare »
Silikon und Sprengstoff in Steve-Jobs-Biografie: Turbo-Eindeutschung durch sechs Übersetzer misslungen?
16.1.2012 von Nina Neumann.
Sie hat Tausende Gabentische geschmückt und steht seit Wochen an der Spitze der Bestsellerlisten: die Biografie des Apple-Gründers Steve Jobs. Ein großer Buchversand beschreibt das Werk als „Die Biografie des Jahres über einen der revolutionärsten Entwickler der Welt“. Gleich im ersten von 41 Kapiteln der ersten Auflage findet der Leser merkwürdige Sätze wie: „Für Steve Jobs beginnt der Aufstieg zum strahlenden Olymp der Erfinder mit dem Bericht über zwei Elternpaare und die Kindheit in einem Tal, das gerade lernte, wie man Silikon in Gold verwandelt.“ Sein Aufstieg beginnt mit dem Bericht über zwei Elternpaare? Ein Tal, in dem Silikon in Gold verwandelt wird? Nicht ausgeschlossen, dass bei dem einen oder anderen Leser jetzt Bilder von auffallend üppig bestückten Blondinen durch den Kopf spuken. Nein, in der Biografie geht es gewiss nicht um San Fernando Valley. Das liebliche Tal im Nordwesten von Los Angeles wird wegen der dort ansässigen Pornofilmindustrie auch „Silicone Valley“ genannt. Der Buchstabe „e“ macht den entscheidenden Unterschied, trennt High Tech von Schmuddelecke.
Falsche Freunde
Wie kann so etwas passieren, in einem der größten Verlage der Welt bei der „Veröffentlichung des Jahres“? Dazu Übersetzer Alexander Heyne: „Das englische silicon (Silizium) und der deutsche Begriff Silikon sind sogenannte ‘falsche Freunde’, auf die man schon im Übersetzerstudium hingewiesen wird. Kein halbwegs versierter technischer Übersetzer würde darüber stolpern. Ich vermute, dass bei der Übertragung ins Deutsche großer Zeitdruck herrschte. Die ungewöhnlich hohe Zahl von sechs Übersetzern ist ein Indiz dafür.“
Das hat sie wirklich fertiggemacht
Ein Einzelfall auf einer von über 700 Seiten? Keineswegs. Kapitel für Kapitel werden weitere sprachliche Salven abgefeuert. Über Steve Jobs’ Schulzeit und gewisse „Streiche“ erfährt man: „Einmal brachten wir unter dem Stuhl unserer Lehrerin Mrs. Thurman Sprengstoff an. Das hat sie wirklich fertiggemacht.” Autor Walter Isaacson schrieb im Original: “One time we set off an explosive under the chair of our teacher, Mrs. Thurman. We gave her a nervous twitch.” Die Technik-Ikone, der iGod befestigte Sprengstoff am Stuhl seiner Lehrerin? Und er zündete („set off“) die Ladung sogar? Und warum musste er nicht den Rest seines Lebens in einem Hochsicherheitstrakt verbringen?
Alexander Heyne: „Bei dem ‘Sprengstoff’ wird es sich wohl um einen simplen Knallkörper gehandelt haben. Und das Auftauchen von Jobs und seinem Mitschüler ließen die Lehrerin jedes Mal zusammenzucken. Eine andere Dimension als der im Buch verwendete Begriff ‘fertigmachen’“.
Übersetzen oder Worte tauschen?
Jobs Ehefrau Laurene ermutigte den Autor der Biografie, die Stärken und Schwächen ihres Mannes ehrlich zu beschreiben. Steve Jobs und Walter Isaacson kennen sich seit 1984. Isaacson hat bereits Biografien über Benjamin Franklin und Albert Einstein verfasst.
Die Voraussetzungen für „die Biografie des Jahres“ konnten also kaum besser sein. Und was finden wir im Ergebnis vor? Bei der Lektüre der deutschen Fassung muss sich der Leser durch lange Bandwurmsätze quälen. Der Stil wirkt abgehackt. Zu oft wurde einfach nur wörtlich übersetzt. Satz steht neben Satz. Ein stilistisch schöner Fluss aufgeschriebener Gedanken bleibt Fehlanzeige. Die Steve-Jobs-Biografie macht uns sehr deutlich bewusst, dass zwischen uns als Leser und dem Autor noch eine weitere, ungemein wichtige Instanz steht: der Übersetzer.
Alexander Heyne: „Übersetzen ist weit mehr als der Wortaustausch von einer Sprache in die andere. Ein professioneller Übersetzer kennt sich im Thema aus und steigt entsprechend tief in den Inhalt des Werks ein. Weil Übersetzungen immer persönlich geprägt sind, muss ein einheitlicher Stil bei Teamarbeiten durch ein nachfolgendes Lektorat und Korrektorat gesichert werden. Das Aufteilen von Übersetzungsarbeiten bleibt aber immer zweite Wahl.“
Der Silikon-Schnitzer wurde übrigens in der zweiten Auflage der Biografie behoben. Den 250.000 Besitzern des deutschen Erstdrucks bleibt dieser Fehler mit Klassiker-Potenzial erhalten.
Über den Autor:
Alexander Heyne ist Diplom-Übersetzer und arbeitet in Leipzig. Im Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ), Landesverband Sachsen, engagiert er sich als Pressesprecher. Der BDÜ ist der größte Berufsverband der sprachmittelnden Berufe in Deutschland und deren Spitzenorganisation (www.bdue.de).
Ergänzende Hinweise von uepo.de:
Der Bertelsmann Verlag hatte für die Übersetzung der 704 Seiten starken Biografie sechs Übersetzer gleichzeitig eingespannt, bei denen es sich aber offenbar ausnahmslos um erfahrene Buchübersetzer handelt: Antoinette Gittinger, Oliver Grasmück, Dagmar Mallett, Elfi Martin, Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck. Ein Blick ins Buch ist auf der Verlagswebsite möglich.
[Text: Alexander Heyne. Quelle: Pressemitteilung BDÜ Sachsen, 09.01.2012. Bild: Bertelsmann.]
Geschrieben in Bücher, Literaturübersetzer, Übersetzungsfehler | Drucken | Keine Kommentare »
DSK-Skandal: Telefongespräch falsch übersetzt?
5.8.2011 von Jessica Antosik.
Nach Angaben des Anwalts des Zimmermädchens im Dominique-Strauss-Kahn-Skandal sind ihre Aussagen am Telefon falsch übersetzt worden. Nafissatou Diallo, das Zimmermädchen im New Yorker Sofitel-Hotel, soll kurz nach der vermeintlichen Tat bei einem Telefongespräch Folgendes gesagt haben: “Mach dir keine Sorgen, der Typ hat eine Menge Geld. Ich weiß, was ich tue.” Die Übersetzung sei nicht korrekt, da bei dem Telefonat mit einem inhaftierten Freund am Tag nach dem Vorfall das Vermögen von Dominique Strauss-Kahn (Bild) nicht angesprochen worden sei.
Das mutmaßliche Opfer im DSK-Skandal, das den ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds beschuldigt, sie zum Oralsex gezwungen zu haben, spricht die Sprache Fulfulde. Dies stellt die Übersetzer, die auf den westafrikanischen Zweig der Niger-Kongo-Sprachgruppe spezialisiert sind, vor eine Herausforderung. Das Gespräch zwischen der aus Guinea kommenden Diallo und ihrem aus Sierra Leone stammenden Gesprächspartner Amara Tarawally wurde in “einem besonders obskuren Dialekt” von Diallos Muttersprache Fulfulde geführt, wie das Magazin Time berichtet. Fulfulde, auch Ful bzw. Fulani, genannt, wird insbesondere in Westafrika gesprochen und gilt als äußerst variantenreich und grammatikalisch sehr komplex. Die Sprache verfügt über 24 Nominalklassen.
Dies war u.a. der Grund dafür, warum die Anfertigung der Übersetzung des Dialogs mehrere Wochen dauerte. Währenddessen hatte neben anderen Enthüllungen vor allem das Telefongespräch Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers geweckt. Nun erklärte Diallos Anwalt Thompson, nachdem er und seine Mandantin den Mitschnitt zusammen mit einem Übersetzer im Büro des Staatsanwalts abgehört hatten, die Worte des Zimmermädchens seien falsch wiedergegeben worden. Ferner habe sie nicht den Freund im Gefängnis angerufen, sondern er sie.
Thompson hat bereits angekündigt, dass Diallo Zivilklage erheben wird. Im Namen von Strauss-Kahn äußerte sich einer seiner Verteidiger, William W. Taylor III., zu dem Übersetzungsstreit: Er beschrieb die Ausführungen von Diallos Anwalt schlichtweg als “außergewöhnlich irreführend”. Strauss-Kahn weist die Vergewaltigungs-Vorwürfe zurück.
[Text: Jessica Antosik: Quelle: welt.de, 28.07.2011; wikipedia.de. Bild: International Monetary Fund (Wikipedia).]
Geschrieben in Gerichtsdolmetscher, Übersetzungsfehler | Drucken | Keine Kommentare »
Baby zu Tode “geschüttelt” oder nur “gewiegt”? Angeklagter beruft sich auf Übersetzungsfehler
9.7.2011 von Richard Schneider.
Vor dem Landgericht Düsseldorf ist derzeit ein 31-jähriger Pole angeklagt, seine drei Monate alte Tochter zu Tode geschüttelt zu haben. Das Kind starb an schweren Hirnblutungen, Gutachter werten das als Folge eines Schütteltraumas. Die Rheinische Post schreibt:
Doch der Vater beteuerte weinend: „Das habe ich nicht getan oder nicht gewollt!“ Frühere Geständnisse bei der Polizei seien lediglich Übersetzungsfehler aus dem Polnischen. Der Vorwurf lautet nun auf Körperverletzung mit Todesfolge. „Ich habe das Kind immer nur gewiegt, nicht geschüttelt!“ Darauf beharrte der 31-Jährige zu Prozessbeginn. In früheren Aussagen soll er der Polizei gesagt haben, er habe die kleine Julia „zehn Minuten geschüttelt“. „Ich meinte gewiegt“, korrigierte er nun.
Zeugen sagten jedoch aus, dass der Angeklagte seine Tochter bereits drei Wochen vor ihrem Tod so heftig geschüttelt habe, dass das Kind bewusstlos in eine Klinik eingeliefert werden musste. Nicht selten habe der offenbar überforderte Vater die Tochter auch angeschrien und heftig an ihrem Kinderwagen gerüttelt, wenn sie weinte. Die Mutter des Kindes erklärte, dass sie ihm das Mädchen zweimal „weggenommen“ habe, weil er grob mit ihm umgegangen sei und es geschüttelt habe.
Der Prozess wird in einigen Wochen fortgesetzt.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Rheinische Post, 2011-07-08. Bild: Richard Schneider.]
Geschrieben in Gerichtsdolmetscher, Übersetzungsfehler | Drucken | Keine Kommentare »
Übelsetzung: “Verführer” wird zum “Missbraucher”
16.5.2011 von Jessica Antosik.
Die Schlumberger Wein- und Sektkellerei, ein österreichisches Traditionsunternehmen, erhält bereits im Monat Mai die österreichische Auszeichnung für die “Übelsetzung des Jahres 2011″. Verliehen wird der Preis vom Übersetzer- und Dolmetscherverband UNIVERSITAS Austria. Der Grund dafür liegt darin, dass auf einem Karton mit drei Sektflaschen die Bezeichnung “Der außergewöhnlicher Verführer” mit “The exceptional abuser”, das heißt also “Der außergewöhnliche Missbraucher”, ins Englische übersetzt wurde. “Die Übersetzung ist nicht nur absolut falsch, sondern aufgrund der unfreiwilligen Assoziation zu Missbrauch in Verbindung mit Alkohol sehr bedenklich”, so Eva Holzmair-Ronge, die Präsidentin des Verbandes. “Wir freuen uns, Schlumberger auf den Missstand hinweisen zu dürfen und damit etwaigen Schaden von diesem österreichischen Traditionsbetrieb abzuwenden.”
“Wir bedauern, dass gerade bei einem renommiertem Unternehmen das Bewusstsein für die Notwendigkeit professioneller Übersetzungen nicht vorhanden ist”, so Dagmar Jenner, die Generalsekretärin des Verbandes. “Hier wurde ganz klar an der falschen Stelle gespart.” Und: “Die Übersetzung von ‘Verführer’ lautet ’seducer’ – wäre aber in einem englischen Werbetext wenig überzeugend. Hier sind Sprachprofis gefragt, die den Slogan im Englischen so gestalten, dass er dem Sinn des deutschen Originals entspricht.”
Als Preis für die “Übelsetzung des Jahres” stellt UNIVERSITAS Austria eine Urkunde aus und lässt dem Unternehmen eine Liste mit professionellen Übersetzern und Dolmetschern zukommen.
Angesichts der Auszeichnung wies Schlumberger darauf hin, dass man den schwerwiegenden Übersetzungsfehler bedauere und die Korrektur bereits vorgenommen habe. “Wir werden für unsere Exportprodukte künftig gerne auch in Kooperation mit Universitas, dem Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer, enger zusammenarbeiten”, gab ein Schlumberger-Sprecher bekannt.
In den vergangenen Jahren wurden bereits Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach für seinen Brief an den britischen Finanzminister (”The world in Vorarlberg is too small”) und das Transportunternehmen “Eurolines” für unverständliche Fahrpläne in osteuropäischen Sprachen (”Sitzfläche des Vorbehaltes erforderlich.”) ausgezeichnet.
[Text: Jessica Antosik. Quellen: universitas.org, 11.05.2011; krone.at, 11.05.2011. diepresse.com, 11.05.2011. Bild: wikipedia.de.]
Geschrieben in Übersetzungsfehler | Drucken | Keine Kommentare »
Platzt Prozess wegen “Kopfnuss” oder “Kastanie”?
5.5.2011 von Jessica Antosik.
Aufgrund einer schlampigen Übersetzung der Anklageschrift ist es wahrscheinlich, dass ein Gerichtsprozess wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Köln gestoppt wird. Bereits Anfang April rügte die Verteidigung des rumänischen Angeklagten die fehlende Übersetzung der Anklageschrift – diese lag lediglich in deutscher Sprache vor. Der Anwalt Thomas Gros rechtfertigte seinen zweiten Aussetzungsantrag damit, dass die Übersetzung der Anklage “derart unvollständig und fehlerhaft [ist], dass sie nicht den gesetzlichen Mindestanforderungen genügt”.
Die Sprachmittlerin übersetzte beispielsweise das Wort “Kopfnuss” mit “castana” (zu Deutsch: “Kastanie”). Der Grund dafür lag darin, dass es in der rumänischen Sprache keine direkte Übersetzung für den Begriff „Kopfnuss“ gibt. Normalerweise wäre es aus diesem Grund die Aufgabe der Übersetzerin gewesen, die Bedeutung des Wortes “Kopfnuss” in der Zielsprache zu erklären. Thomas Gros betonte, dass es sich bei dieser “sinnentstellenden Stilblüte” jedoch nicht um einen Einzelfall handele. Die gesamte Übersetzung sei “fehlerhaft, unvollständig und nachlässig” angefertigt worden, weshalb die Verteidigung diese nicht akzeptieren könne. Zum Teil seien ganze Sätze nicht übersetzt, Begriffe falsch übertragen worden und selbst bei der Übernahme der Aktenzeichen Fehler vorhanden.
Der Staatsanwaltschaft zufolge habe der Angeklagte dem Opfer auf einer Tauffeier im Oktober 2010 nach verbalen Streitigkeiten mit einer abgebrochenen Glasflasche furchtbare Gesichtsverletzungen zugefügt. Nun ist der Täter wegen versuchten Mordes angeklagt. Am 9. Mai 2011 will das Gericht eine Entscheidung darüber fällen, ob der Prozess fortgesetzt oder gestoppt wird.
[Text: Jessica Antosik. Quelle: ksta.de, 05.05.2011. Bild: wikipedia.de.]
Geschrieben in Übersetzungsfehler | Drucken | Keine Kommentare »
Aktionstag der Sch(w)ulen - Druckfehler in Eurovision-Broschüre
1.5.2011 von Jessica Antosik.
2011 ist Düsseldorf Gastgeber des Eurovision Song Contest. Nun musste die Stadt 100 000 Begleithefte zum Musikwettbewerb wegen eines einzigen Buchstabens zurückrufen. Dort lud die Stadt Düsseldorf zu einem “Aktionstag der Schwulen” statt zu einem “Aktionstag der Schulen” ein.
Leider fiel der peinliche Druckfehler erst auf, als die Hefte bereits gedruckt waren – er befand sich auf Seite 45 des Gratis-Heftchens für Touristen. Der Druckfehler in der deutschsprachigen Ausgabe wurde in der englischsprachigen Version übernommen – ein Programmpunkt lautete “Gay’s Day of Action”. Insgesamt waren 65 000 deutsche und 35 000 englische Broschüren betroffen.
Verantwortlich für die Broschüre ist die Marketing und Tourismus GmbH (DMT). DMT-Pressesprecher Roman von der Wiesche sagte: “Ein Neudruck der Broschüren ist aufgrund des begrenzten zeitlichen Spielraums aber nicht mehr möglich.” Aus diesem Grund wurden die falschen Passagen in allen 100 000 Heften mit einem Aufkleber überdeckt. Stefan Mielchen, Chefredakteur des Hamburger Schwulenmagazins Hinnerk, sieht die Sache gelassen: “Ich kann da eigentlich keinen Fehler erkennen, denn der ganze Grand Prix ist ja ein Schwulen-Aktionstag.”
Doch zu allem Unglück musste in der englischen Fassung noch ein weiterer Fehler berichtigt werden: Auf dem Seiteneinband war statt “Welcome to Duesseldorf” leider “Wielcome to Duesseldorf” zu lesen. Auch dieser Fehler wurde ausgebessert. Da die Zeit nicht mehr für einen Neudruck ausreichte, wurde das falsche “i” 35.000-mal übermalt. Die Aktion hat die Stadt sicherlich viel Geld gekostet. Seit dem 26. April liegen die korrigierten Hefte an den Touristen-Informationen am Hauptbahnhof und in der Altstadt aus.
Das Halbfinale des Eurovision Song Contest findet am 10. und 12. Mai, das Finale am 14. Mai im Stadion des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf statt.
[Text: Jessica Antosik. Quelle: bild.de, 26.04.2011; stern.de, 27.04.2011. Bild: wikipedia.de.]
Geschrieben in Übersetzungsfehler | Drucken | Keine Kommentare »
Übersetzungsfehler: Südkorea muss Handelsabkommen mit EU überarbeiten
9.4.2011 von Richard Schneider.
Die südkoreanische Regierung hat dem Parlament die Übersetzung eines Handelsabkommens mit der EU zur Beratung und Verabschiedung vorgelegt. Weil die Übersetzung jedoch voller Fehler steckt, musste das Papier zurückgezogen werden. Eine Überprüfung hatte ergeben, dass der Text 32 Übersetzungsfehler enthält. Handelsminister Kim Jong Hoon übernahm dafür die Verantwortung: “Ich entschuldige mich dafür, nicht aufmerksam genug gewesen zu sein.” Er versprach, den Abgeordneten so schnell wie möglich eine korrekte Fassung zuzustellen, damit das Abkommen wie geplant in drei Monaten ratifiziert werden kann. Das Europäische Parlament hatte das Handelsabkommen bereits im Februar ratifiziert.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Reuters, 2011-04-05.]
Geschrieben in Übersetzungsfehler | Drucken | Keine Kommentare »