Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Markt.
- Ausbildung (67)
- Bibel/Koran (12)
- Bücher (75)
- Büroorganisation (13)
- Deutsche Sprache (94)
- Dolmetschen (95)
- Einwanderer (23)
- EU (40)
- Fremdsprachen (52)
- Gebärdensprachdolmetscher (9)
- Gebärdensprache (14)
- Gerichtsdolmetscher (81)
- Geschichte (30)
- Honorare/Gehälter (14)
- Interview (4)
- Literaturübersetzer (112)
- Lokalisierung (12)
- Markt (28)
- Maschinelle Übersetzung (12)
- medizinisch-soziales Dolmetschen (9)
- Missstände (47)
- Nachrichten (73)
- Nachrufe (8)
- Politik (59)
- Porträt (49)
- Qualitätssicherung (9)
- Recht (2)
- Simultandolmetscher (28)
- Sprache allgemein (61)
- Terminologie (24)
- Übersetzen (31)
- Übersetzungsfehler (31)
- Unternehmen (129)
- Veranstaltungen (163)
- Verbände (129)
- Videos (7)
- Werkzeuge (129)
- Wissenschaft (30)
- Wörterbücher (53)
- Zeitschriften (68)
- 22.5.2012: Universität Hildesheim: Master "Medientext und Medienübersetzung"
- 21.5.2012: Bram Stokers "Dracula" neu übersetzt
- 20.5.2012: Über die (Un-)Sitte der Filmsynchronisation in Deutschland
- 19.5.2012: Immer weniger luxemburgische Muttersprachler
- 18.5.2012: Focus: Wissenstest zur deutschen Sprache
- 17.5.2012: Anglizismen-INDEX Nr. 10 erhältlich
- 16.5.2012: Brandenburg: Kürzungen beim bilingualen Unterricht geplant
- 15.5.2012: Besonderheiten der schriftlichen Kommunikation im Internet
- 14.5.2012: Linguee startet Abonnement-Dienste "Premium" und "Professional"
- 13.5.2012: Kurzkrimi "Der Dolmetscher" von Marla B. Singer
- Mai 2012
- April 2012
- März 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
Archiv der Kategorie Markt
W3C startet Standardisierungsprozess zur vereinfachten Übersetzung von Webinhalten
8.3.2012 von Richard Schneider.
Immer mehr Kunden erwarten Webinhalte in ihrer Sprache. Zudem wollen sie schnell und unkompliziert Inhalte in anderen Sprachen erschließen. Unternehmen nutzen das Internet, um Kunden global zu erreichen; die Bereitstellung von Informationen in der jeweiligen Landessprache spielt dabei eine entscheidende Rolle für das Geschäft.Das World Wide Web Consortium (W3C) reagiert darauf und hat am 07.03.2012 die Gründung der Arbeitsgruppe “MultilingualWeb–Language Technologies” (MLW-LT) bekannt gegeben. Durch das Projekt wird die Erstellung von Webinhalten in Weltsprachen vereinfacht. Die neue Arbeitsgruppe MLW-LT wird Standards entwickeln, um automatische und manuelle Übersetzung sowie die Anpassung von Webinhalten an lokale Bedürfnisse zu unterstützen. Geleitet wird sie vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), dem Trinity College Dublin und der University of Limerick.
Übersetzung: Ein wachsendes Milliardengeschäft
Marktanalysen zeigen, dass der Jahresumsatz kommerzieller Übersetzungen 21-26 Milliarden Dollar beträgt, wodurch weltweit milliardenschwere Geschäfte über Landesgrenzen hinweg ermöglicht werden. Multinationale Unternehmen sind darauf angewiesen, Webcontent simultan in viele Sprachen zu übersetzen. Öffentliche Stellen in Europa und Indien müssen mit Bürgern in verschiedensten Sprachen kommunizieren.
Die Vermutung liegt nahe, dass der Mangel an Standards, die den Austausch von Informationen über Übersetzungen regulieren, dazu führt, dass bis zu 20 % mehr Kosten für Übersetzungen entstehen. Können Sprachbarrieren nicht überwunden und Webinhalte nur in einer Sprache veröffentlicht werden, ist außerdem davon auszugehen, dass so manche Anbieter im Web scheitern werden. So geht aus einer Studie hervor, dass 51% der europäischen Einzelhändler ihr Geschäft über das Internet abhandeln, aber nur 21 % grenzübergreifende Übersetzungen anbieten. Während 30 % der europäischen Bürger über das Internet kaufen, sind es nur 7 %, die Produkte von Händlern aus anderen EU-Mitgliedstaaten erwerben. Die gleiche Studie zeigt auch, dass sogar mehrsprachige Internetnutzer davon absehen, von einer Internetseite zu kaufen, die nicht in ihrer Muttersprache verfasst ist.
Der Bedarf an Übersetzungen steigt mit wachsender Sprachenvielfalt im Netz. Chinesisch, Russisch und Arabisch zählen zu jenen Sprachen, deren Repräsentanz in den letzten zehn Jahren am stärksten gewachsen ist. Derzeit spricht weniger als ein Drittel der Internet-Benutzer Englisch als Muttersprache – ein Größenverhältnis, das mit der Erweiterung des Webs weiter abnehmen wird. Viele nutzen bereits online Übersetzungsmaschinen, die On-Demand-Übersetzungen unterstützen. Für Online Producer ist es besonders wichtig, sich dieser Anwendungen und deren Auswirkungen auf die ursprünglichen Inhalte bewusst zu sein.
Gemeinschaft bringt vielseitige Erfahrung in das W3C ein
Die entstehende Open Web Platform (aufbauend auf HTML5) wird diesem Trend folgen und die Verbreitung vielsprachiger Inhalte unterstützen und die Übersetzung vereinfachen. Zehn Organisationen sind bereits W3C-Mitglieder geworden, um vor allem neue Standards für die Übersetzung und Anpassung von Webinhalten an lokale Bedürfnisse anzupassen. Sie repräsentieren sowohl geographische Vielseitigkeit als auch professionelle Übersetzungsdienste und Verkäufer maschineller Übersetzungstechnologien: Schlüsselfaktoren für die Vermittlung Standard basierter Lösungen. Die Arbeitsgruppe stellt eine Gemeinschaft von Online-Producer, Lokalisierungsunternehmen, Sprachtechnologie-Experten, Browser-Anbieter, Tool-Entwickler und -Benutzer dar, die zusammen Lösungen für schnelle, qualitativ hochwertige Übersetzungen im Web entwickelt. Diese Arbeit innerhalb des W3C wird die Integration von Lösungen mit der Open Web Platform und mehrsprachiger Linked Data gewährleisten und kleine Übersetzungsagenturen und große Language Service Provider ermöglichen.
Die Arbeitsgruppe wird mit anderen Organisationen, die sich aktiv mit Mehrsprachigkeit beschäftigen, zusammenarbeiten; dazu zählen das Unicode Consortium, ETSI, ISO und OASIS.
Die neu entstandene Arbeitsgruppe wird durch das Projekt “MultiLingualWeb-LT”, das auf dem W3C-Projekt “MultilingualWeb” aufbaut, unterstützt. Beide Projekte werden von der Europäischen Union gefördert, deren Schwerpunkt die Erstellung eines digitalen Binnenmarkts im Web ist. Als Schlüssel zu diesem Ziel gilt Studien zufolge vor allem das Überbrücken von Sprachbarrieren.
Über das World Wide Web Consortium (W3C)
Das World Wide Web Consortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem alle Mitgliedsorganisationen, ein fest angestelltes Team und die Öffentlichkeit gemeinsam daran arbeiten, Web-Standards zu entwickeln. W3C verfolgt seine Ziele vor allem durch die Entwicklung von Web-Standards und Richtlinien für das langfristige Wachstum des World Wide Web. Mehr als 300 Organisationen sind Mitglieder des Konsortiums. Die Arbeiten werden gemeinschaftlich vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) in den USA, dem European Research Consortium for Informatics and Mathematics (ERCIM) mit Hauptsitz in Frankreich und der Keio University in Japan gesteuert. Daneben unterhält W3C eine Reihe von World Offices in 14 Regionen rund um die Welt.
Über das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen sowie einem Projektbüro in Berlin hat sich seit der Gründung 1988 zum weltweit größten Forschungszentrum auf diesem Gebiet entwickelt. Das Finanzierungsvolumen lag 2010 bei ca. 36 Millionen Euro. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen mehr als 400 Mitarbeiter aus 60 Nationen an innovativen Software-Lösungen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Wissensmanagement, Cyber-Physical Systems, Robotics Innovation Center, Innovative Retail Laboratory, Institut für Wirtschaftsinformatik, Eingebettete Intelligenz, Agenten und Simulierte Realität, Erweiterte Realität, Sprachtechnologie, Intelligente Benutzerschnittstellen, Innovative Fabriksysteme. Der Erfolg: über 50 Professoren und Professorinnen aus den eigenen Reihen und 57 Spin-Off-Unternehmen mit mehr als 1.300 hochqualifizierten Arbeitsplätzen. Weitere Informationen: www.dfki.de
Website der Arbeitsgruppe: www.w3.org/International/multilingualweb/lt
Marktanalyse: tinyurl.com/3534b79
Studie: http://ec.europa.eu/public_opinion/flash/fl_313_en.pdf
[Text: Clemens Weins. Quelle: Pressemitteilung DFKI, 2012-03-08. Bild: DFKI.]
Geschrieben in Wissenschaft, Markt, Werkzeuge | Drucken | Keine Kommentare »
Heimliche Helfer – Übersetzer und Dolmetscher tragen zum Erfolg international agierender Unternehmen bei
7.3.2012 von Nina Neumann.
Die wirtschaftliche Konjunktur ist im Aufwind, die Exporte boomen: 2011 knackten die deutschen Exporte erstmals die Billionen-Marke und stiegen um 11,4 Prozent auf 1,06 Billionen Euro. Diesen internationalen Erfolg verdanken deutsche Unternehmen nicht nur ihren Strategen, Entwicklern und Qualitätsstandards, sondern auch einer Berufsgruppe, die eher im Hintergrund wirkt – den Übersetzern und Dolmetschern.
„Im Zeitalter der Globalisierung gibt es kaum ein Unternehmen, das noch ohne Übersetzungsdienste auskommt. Sprachmittler sind das Bindeglied zwischen einem Unternehmen und seinen Geschäftspartnern und Kunden, ganz gleich ob es um internationale Vertragsverhandlungen geht oder um die Übertragung von technischen Dokumentationen, Betriebsanleitungen und Werbebroschüren in andere Sprachen“, betont Reiner Heard, Vorsitzender des Fachverbandes der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher e.V. - ATICOM.
Dem Mikrozensus 2010 des Statistischen Bundesamtes zufolge, hat sich in Deutschland die Zahl der Übersetzer und Dolmetscher seit 2003 auf 40.000 verdoppelt. Diese Zahlen werden sich in Zukunft noch weiter erhöhen, denn je mehr sich deutsche Unternehmen neue Märkte im Ausland erschließen und internationale Geschäftsbeziehungen unterhalten, desto wichtiger wird die Arbeit von Übersetzern und Dolmetschern.
Verhandlungssicher auf internationalem Parkett
Anders als für manchen deutschen Politiker ist Englisch zwar für viele Geschäftsleute kein Buch mit sieben Siegeln, sondern zweite Geschäftssprache. Doch wenn es um offizielle Vertragsverhandlungen oder komplexe Geschäftsabschlüsse geht, ist ein professioneller Dolmetscher unverzichtbar. Gleiches gilt in besonderem Maße für Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, die nicht in Europa oder den USA angesiedelt sind, denn schließlich spricht kaum ein Unternehmer fließend und verhandlungssicher Koreanisch, Chinesisch oder Russisch. Bereits bei den ersten Gesprächen mit künftigen Geschäftspartnern leisten Dolmetscher wertvolle Dienste, denn ein ausgebildeter Dolmetscher beherrscht nicht nur die jeweilige Landessprache, er kennt auch die gesellschaftlichen und kulturellen Besonderheiten des Landes und sorgt dafür, dass das erste Treffen ohne Missverständnisse und Tritt ins Fettnäpfchen verläuft. Missverständnisse kann es aber nicht nur im persönlichen Kontakt mit ausländischen Geschäftspartnern geben, sondern auch, wenn ein Unternehmen kein Geld für professionelle Übersetzer ausgeben will.
Fatale Folgen für Unternehmen durch fehlerhafte Übersetzungen
„1. die Verpackung zu auspacken und die Lampekette zu abnehmen 2. anschliessen mit dem Strom und pruefen, ob die Lampen und die Schmuckszubehoere in Ordnung sind, wenn es irgendein Problem gaebe, muss es sofort wechseln sein.“ Wer diese Übersetzung einer Betriebsanleitung liest, kann sicher sein, dass hier kein Profi am Werk war. Manche Unternehmen sparen sich die Kosten für einen professionellen Übersetzer und lassen lieber Mitarbeiter oder automatische Übersetzungsprogramme auf die Texte los. Was dabei herauskommt ist unfreiwillig komisch, unverständlich und kann für das Unternehmen fatale Folgen haben.
Der Deutsche Fachverband für Technische Kommunikation und Informationsentwicklung hat 2010 in einer Studie die Folgen mangelhafter Gebrauchs- und Bedienungsanleitungen untersucht. Die Studie ergab, dass jede 10. Dokumentation schwere Mängel aufwies, die zum Teil auf fehlerhafte Übersetzungen zurückzuführen waren. Für Unternehmen, kann es unangenehme Folgen nach sich ziehen, wenn sie an der falschen Stelle sparen: In Deutschland gilt das Fehlen einer deutschen Betriebsanleitung bereits als Sachmangel, und wenn Unfälle auf eine fehlerhafte Produkt- oder Betriebsanleitung zurückzuführen sind, muss der Hersteller oder Importeur mit rechtlichen Schritten und erheblichen Schadensersatzforderungen rechnen.
Regelmäßige Fortbildung wird für Übersetzer und Dolmetscher künftig noch wichtiger
Ohne Übersetzer und Dolmetscher geht in unserer globalisierten Welt nichts mehr und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Die Internationalisierung der Wirtschaft schafft einen enormen Bedarf an Übersetzungsleistungen, stellt aber auch wachsende Anforderungen an Sprachmittler. Neben einer qualifizierten Ausbildung wird von Dolmetschern und Übersetzern heute mehr denn je erwartet, dass sie sich in ihrem Spezialgebiet laufend weiterbilden. Es genügt heute nicht mehr sprachlich up-to-date zu sein, es wird erwartet, dass Übersetzer und Dolmetscher über die Entwicklungen in ihrem Fachgebiet sowie in technischen und rechtlichen Belangen auf dem Laufenden sind.
Als Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher engagiert sich ATICOM deshalb seit jeher besonders für die Fort- und Weiterbildung und bietet Seminare, Kurse und Veranstaltungen an, in denen sich Übersetzer und Dolmetscher laufend weiter qualifizieren können, um so die Herausforderungen der Zukunft noch besser zu meistern.
Über ATICOM e.V.
Der Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher ATICOM e. V. mit Sitz in Hattingen, Nordrhein-Westfalen, wurde 1999 gegründet. Als spezifische Interessenvertretung professioneller, ausgebildeter Übersetzer und Dolmetscher fungiert ATICOM als Schnittstelle zwischen rund 200 Mitgliedern und potenziellen Auftraggebern wie Unternehmen, Verbänden, Behörden und Institutionen. Über die Website www.aticom.de, die jährlich über 700.000 Seitenaufrufe verzeichnet, und das elektronische Mitgliederverzeichnis sind für zahlreiche Sprachen und Fachgebiete qualifizierte Übersetzer und/oder Dolmetscher zu finden.
ATICOM setzt sich intensiv für die Professionalisierung des Berufsstandes ein und nimmt gemäß strengen Aufnahmekriterien nur Personen als Mitglieder auf, die eine berufliche Qualifikation als Übersetzer und/oder Dolmetscher bzw. entsprechende Berufserfahrung nachweisen können und den Beruf auch persönlich ausüben. Charakteristisch für ATICOM sind schlanke, demokratische Strukturen, wirtschaftliche Effizienz, hohe Transparenz und der kontinuierliche, direkte Austausch mit den Mitgliedern. Wichtige Schwerpunkte der Verbandsarbeit sind neben der intensiven Kooperation mit gleichgesinnten Verbänden im In- und Ausland die umfassende Weiterbildung der ATICOM-Mitglieder. So werden kontinuierlich berufsspezifische Seminare und Veranstaltungen zu verschiedenen Themen angeboten, wie z. B. Marketing, Kundenbindung, Preiskalkulation, Steuerrecht, Gerichtsdolmetschen, HTML und elektronische Medien.
ATICOM wurde im August 2002 als Vollmitglied in den Weltverband FIT aufgenommen und wirkt seitdem aktiv in verschiedenen Gremien der Dachorganisation mit.
[Text: Sabine Milowan. Quelle: Pressemitteilung ATICOM, 01.03.2012. Bild: ATICOM.]
Geschrieben in Markt, Verbände | Drucken | Keine Kommentare »
Online-Sprachdienstleister myGengo erhält 5,25 Mio. USD von Risikokapitalgebern
11.12.2011 von Richard Schneider.
myGengo, ein Online-Anbieter von Übersetzungsdienstleistungen, erhält 5,25 Millionen US-Dollar von Risikokapitalgebern. Die Finanzierung wird von der in London ansässigen Venture-Capital-Firma Atomico getragen, die von Skype-Mitgründer Niklas Zennström geführt wird, sowie von dem US-amerikanischen Seed-Fund-Unternehmen 500 Startups. Atomico-Gesellschafter Hiro Tamura tritt dem Vorstand von myGengo bei.
myGengo bietet Übersetzungen für Unternehmen an, die international agieren. Die Übersetzungen erfolgen einfach, schnell und preisgünstig durch ein wachsendes Netzwerk von über 3.000 professionellen Übersetzern und Muttersprachlern auf der ganzen Welt. Ein freies Lokalisierungstool unterstützt das Arbeiten in verschiedenen Sprachen und an verschiedenen Orten und die umfangreichen API-Schnittstellen von myGengo ermöglichen Entwicklern, den Übersetzungsservice in jede Webseite oder Applikation zu integrieren.
Die neuen Finanzmittel werden verwendet, um die Marketing-, Vertriebs- und Engineering-Abteilungen in den USA zu erweitern sowie das weltweite Übersetzer-Netzwerk auszubauen und so der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Der Umsatz von myGengo stieg in den letzten zwölf Monaten um 1000 Prozent und das Unternehmen übersetzte im ersten Quartal des Jahres 2011 mehr Textvolumen als in der gesamten bisherigen Unternehmensgeschichte.
Seit der Firmengründung im Jahr 2008 hat myGengo weltweit Unternehmen geholfen, global tätig zu werden und so neue Märkte für sich zu gewinnen. Zu den Kunden gehören VW und Audi Financial Services, Evernote, Japan Tourist Bureau, Pulse, Greplin sowie Elecom. myGengo bietet derzeit Übersetzungen in 15 Sprachen an und hat vor kurzem Arabisch hinzugefügt.
„Diese Investition wird es uns ermöglichen, Tausende von neuen Kunden zu erreichen und dazu beitragen, myGengo zur Nummer-1-Lösung zu machen, wenn es um Übersetzungsdienste für Webseiten, Applikationen und mehr geht“, so Robert Laing (Bild), Gründer und CEO von myGengo. „Atomico passt perfekt zu uns. Sie verstehen das Potenzial des globalen Marktes und die vielschichtigen Bedürfnisse der weltweiten Kunden.“
„myGengo erlaubt Privatpersonen und Unternehmen, Sprachbarrieren einfach und effektiv zu überwinden. Das Unternehmen hat bemerkenswertes Potenzial“, so Hiro Tamura, Partner bei Atomico, der bei myGengo dem Vorstand beitritt. „Die internationale Ausrichtung des Unternehmens und seiner Gründer hat uns beeindruckt, genauso wie ihre Entschlossenheit, weltweit Marktführer zu werden.“
Die neue Finanzierungsrunde folgt einer Anschubfinanzierung von 1,75 Millionen USD, die durch das Unternehmen 500 Startups und eine Gruppe von zwölf internationalen Business Angels und Risikokapitalgebern wie Mitch Kapor, Team Europe Ventures und Point Nine gewährt wurde.
myGengo wurde Ende 2008 von Robert Laing und Matthew Romaine in Tokio gegründet. Gengo ist Japanisch und bedeutet „Sprache“. Laing wurde in Australien geboren und lebte für kurze Zeit in Großbritannien und Belgien, bevor er vor vier Jahren als Webdesigner nach Japan ging. Dort hatte er die Geschäftsidee für einen benutzerfreundlichen Online-Dienst für Übersetzungen. In einem Interview mit Japan Today erklärte er im Juni 2011:
At that time, I didn’t have any connections and didn’t know what I would do. Then I got the idea for an online translation site. I came at it from the customer’s side and I wanted it to be as easy as downloading an app. […] The website went live at the end of 2008 and the company was formed a few months later. It was tough at first getting clients. We were a start-up, so it was all about bringing people to the website. Fortunately, at the beginning of 2010, we got some investment from the U.S. and Japan. We did little things to get PR, mainly using social media. […]
If you are an individual or a small business and you’ve got a word document to translate, you visit our website, upload your document and you get an instant quote 24 hour s day, seven days a week. It goes into the system where translators can see the available jobs. A translator will pick it up and have it done within a couple of hours. The customer gets an email saying the job is done. The jobs go to our translators on a first come first served based. It is not a question of us contacting a specific translator for a job. […]
All translators are tested by us. They have to take two tests and usually, only one out of 10 passes. […] We use two tests for translators. The first one is a multiple choice test. That is designed to weed out people who aren’t very good. For example, it will be an English sentence with five possible Japanese translations. If you pass that, you get the standard test, which is a news article to translate into your native language. Then you get the score.
[Text: markengold PR GmbH. Quelle: Pressemitteilung myGengo, 2011-11-23; Japan Today, 2011-06-20. Bild: myGengo.]
Geschrieben in Markt, Unternehmen | Drucken | Keine Kommentare »
Übersetzungsplattform nativy sucht Partner für Expansionsfinanzierung
26.11.2011 von Richard Schneider.
“nativy” ist eine neuartige Webplattform für Übersetzungsdienstleistungen, die eine direkte und einfache Vergabe von Übersetzungsaufträgen ermöglicht. Kunden erhalten bei Auftragseingabe einen Vorschlag von drei geeigneten Übersetzern inklusive Gesamtpreis und Liefertermin. Die Idee von nativy wurde 2010 bis 2011 von INiTS, AWS PreSeed und den Gründern Josef Brunner (Bild oben) und Anton Kerschbaummayr (Bild unten) finanziert. Die Sicherung der Basisfinanzierung für 2012 bis 2014 ist abgeschlossen. Nun sucht die nativy GmbH Investitionspartner für eine ambitionierte Expansion 2012 und 2013. In einer ersten Investitionsrunde werden 600.000 Euro angestrebt.
nativy soll 2014 die führende Position unter den Übersetzungsdienstleistern für Hotellerie in Europa und dem mittleren Osten einnehmen. Für weitere Branchen sind ebenfalls spezifische Lösungen für professionelle Übersetzungen im Enterprise Content Management geplant.
Brücke zwischen Übersetzungsbüro und Online Marktplatz
Am Anfang stand die Realisierung einer Online-Plattform für den schnellen und direkten Zugang zu ausgebildeten Übersetzern. Kunden erhalten Entscheidungsmöglichkeiten und das branchenübliche Preisdumping unter Übersetzern wird beendet. nativy ermöglicht den direkten Kontakt zwischen Kunden und Übersetzern und hat die komplette Abwicklung automatisiert und spart somit durch ein optimiertes Prozessmanagement Zeit und Geld.
Per 1. November 2011 hat nativy ein weiteres Ziel erreicht und das Qualitätszertifikat für Übersetzungsdienstleitungen EN 15038 erhalten. Die Zertifizierung belegt die Qualität und Verlässlichkeit von Übersetzungsanbietern durch ein internationales Gütesiegel. Neben dem Projektmanagement und der Nachvollziehbarkeit der Prozesse sind die Ausbildung, das Vier-Augen-Prinzip und die Übersetzung in die eigene Muttersprache die Kernpunkte der Norm. Somit wurde die Brücke zwischen der Qualität von Übersetzungsbüros und der Schnelligkeit von Online Marktplätzen erfolgreich geschlagen.
Übersetzer beauftragen, wo Texte entstehen, kein Versand von Textdateien
Mit einem Pilotkunden aus dem Bereich der Hotelsoftware wird nun auf Textdateien verzichtet und Übersetzer werden direkt dort beauftragt, wo Texte geschrieben werden. Kunden erhalten die Übersetzung automatisch an den vorgesehenen Speicherort in der Formatierung des Ursprungstextes retour geliefert. Somit entfallen Verwechslung von Dateien und unberechtigte Weiterleitung an Dritte. Aufträge werden über eine den Kundenbedürfnissen angepasste Schnittstelle abgewickelt und nativy hat keinen Zugriff auf die Systeme der Kunden.
Mittelfristig werden 2.400 Sprachkombinationen angestrebt
Für Übersetzungen aus dem Deutschen vermittelt nativy bereits für 32 Sprachen ausgebildete Übersetzer in die jeweilige Muttersprache. Aus dem Englischen 37, aus dem Französischen 22, aus dem Spanischen 15 und aus dem Russischen sind auch schon 11 Sprachen verfügbar.
INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH
Seit 2002 bietet INiTS Beratung und Unterstützung für Jungunternehmer mit innovativen Ideen. Das Service richtet sich an Absolventen, Mitarbeiter und Studenten der Wiener Universitäten und Fachhochschulen, die durch eine Unternehmensgründung ihre Geschäftsidee verwerten möchten.
Mehr zum Thema auf uepo.de
2011-04-26: Nativy: Marktplatz für professionelle Übersetzungen
[Text: nativy. Quelle: Pressemitteilung nativy, 2011-11-17. Bild: nativy.]
Geschrieben in Markt, Unternehmen | Drucken | Keine Kommentare »
Bundesagentur für Arbeit meldet: Wieder mehr feste Stellen für Übersetzer
19.11.2011 von Nina Neumann.
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) beobachtet einen leichten Anstieg der festen Stellen für Dolmetscher und Übersetzer. Dies bestätigen auch die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit: Laut Beschäftigungsstatistik gab es zum 31. März 2011 insgesamt 6.814 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland. Dies bedeutet einen Anstieg um 9,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2005. Damals waren es im gleichen Zeitraum noch 6.236 Dolmetscher und Übersetzer mit einer Festanstellung. Mit dem Beschäftigungsanstieg ist auch die Zahl der Frauen mit einer festen Stelle in diesem Beruf gewachsen: Heute gibt es laut Behörde 4.827 Frauen gegenüber 1.987 Männern - 70 Prozent der angestellten Sprachexperten sind also weiblich.
Die Mehrheit der angestellten Dolmetscher und Übersetzer hat einen Fach- oder Hochschulabschluss. Dies war auch schon im Jahr 2005 der Fall, doch ist die Zahl der angestellten Sprachexperten mit einem Studium noch einmal um 5,2 Prozent gestiegen und liegt 2011 bei 2.890 Personen.
„Wir bewerten den Beschäftigungsanstieg positiv“, sagt André Lindemann (Bild), Präsident des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer. Gleichwohl sei es zu früh, hier einen Trend ausmachen zu wollen. Es sei allgemein ein gutes Zeichen, dass es langsam wieder mehr feste Stellen für Dolmetscher und Übersetzer gibt. Lindemann: „Unternehmen erkennen zunehmend die Vorteile, die ein fest angestellter Übersetzer mit sich bringt.“
In Deutschland gibt es laut Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes insgesamt 40.000 Dolmetscher und Übersetzer, davon 26.000 Frauen und 14.000 Männer. Die überwiegende Mehrheit von ihnen arbeitet freiberuflich.
Speziell für Angestellte in Sprachendiensten von Unternehmen und Behörden lädt der Verband am 25. November 2011 schon im zweiten Jahr zum „Tag der Sprachendienste“ nach Köln ein. Dort gibt es Vorträge und Diskussionsrunden zu Themen, die speziell auf den Bedarf der fest angestellten Sprachexperten zugeschnitten sind. Am 24. und 26. November finden begleitende Workshops statt.
BDÜ
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) mit Sitz in Berlin vertritt seit über 50 Jahren die Interessen von Dolmetschern und Übersetzern gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Mit mehr als 7.000 Mitgliedern repräsentiert der BDÜ über 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer. Er ist damit der größte Berufsverband für Sprachmittler in Deutschland. Eine BDÜ-Mitgliedschaft steht für Qualität, denn alle Mitglieder müssen vor Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation nachweisen.
www.bdue.de
[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ, 18.11.2011. Bild: BDÜ.]
Geschrieben in Markt, Verbände | Drucken | Keine Kommentare »
Brasilien fördert Übersetzungen mit 5,2 Mio. Euro
18.8.2011 von Richard Schneider.
Cézar Amaral, der brasilianische Generalkonsul in Frankfurt, hat am 19.07.2011 bekanntgegeben, dass die brasilianische Nationalbibliothek Fundação Biblioteca Nacional ein millionenschweres Programm zur Förderung von Übersetzungen und Wiederveröffentlichungen von Werken brasilianischer Autoren aufgelegt hat. Dadurch soll eine stärkere Präsenz brasilianischer Werke bei Verlagen und Buchhandlungen im Ausland erreicht werden.
Insgesamt hat das Programm ein Volumen von umgerechnet 5,2 Mio. Euro. Allein für den Zeitraum 2011 bis 2013 stehen 1,4 Mio. Euro zur Verfügung. Die Höhe der einzelnen an Verlage gezahlten Subventionen reicht von umgerechnet 1.400 bis 5.500 Euro pro Werk. Förderanträge werden fortlaufend bis zum Jahr 2020 angenommen.
Es handelt sich um die bislang größte Fördermaßnahme der brasilianischen Regierung zur Verbreitung brasilianischer Literatur im Ausland. Die Fundação Biblioteca Nacional ist eine Einrichtung des brasilianischen Kulturministeriums.
Brasilien ist 2013 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse – eine einmalige Gelegenheit für brasilianische Autoren und Verlage, ihre Werke im Ausland zu präsentieren. Jürgen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, erklärt: „Dieses Übersetzungsprogramm sorgt dafür, dass die Welt nicht länger nur die rasante wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens sieht, sondern auch stetig wachsenden kulturellen Reichtum.“
[Text: Richard Schneider. Quelle: buecher.at, 2011-07-20; Fundação Biblioteca Nacional. Bild: Rodolfo Clix / Fotolia.de.]
Geschrieben in Markt, Literaturübersetzer | Drucken | Keine Kommentare »
Brandenburg: Polizei kündigt alle Rahmenverträge und zahlt künftig nach JVEG
9.8.2011 von Richard Schneider.
Die Polizei des Bundeslandes Brandenburg hat zum 01.09.2011 sämtliche Rahmenverträge mit ihren bisherigen Sprachdienstleistern gekündigt. Ab dem Stichtag sollen Dolmetschern und Übersetzern dann keine Dumping-Preise mehr, sondern die im Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz (JVEG) festgelegten Tarife gezahlt werden. Aufträge würden dann konsequent nach dem „Territorialprinzip“ vergeben, so der Sprecher des Potsdamer Polizeipräsidiums, Rudi Sonntag, gegenüber der Tageszeitung Die Welt. Beim Präsidium seien derzeit 1.717 Sprachmittler bzw. Übersetzungsbüros gemeldet, die zusammen rund 200 Fremdsprachen abgedeckten. Die stärkste Nachfrage bestehe für die Sprachen Russisch, Vietnamesisch, Polnisch, Türkisch und Lettisch.
Im Informationsbrief 3/2011 des Verbandes der Dolmetscher und Übersetzer (VÜD), der seinen Mitgliederschwerpunkt in Berlin und Brandenburg hat, wurde das Thema ebenfalls angesprochen. Die VÜD-Vorsitzende Natália Rózsa (Bild) schreibt dort:
Kündigung der Rahmenverträge mit der Brandenburger Polizei
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der VÜD, der BDÜ sowie der VDÜ führen seit 2007 Gespräche mit den Vertretern des Innenministeriums und der Polizei des Landes Brandenburg, um eine Erhöhung der Dolmetscher- und Übersetzerhonorare zu erreichen.
Nach einem langen Austausch und einem Regierungswechsel scheint endlich Bewegung in die Sache zu kommen. Das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg beabsichtigt, die momentan gültigen Rahmenverträge zur Jahresmitte zu kündigen und anschließend für die Dolmetscherleistungen gemäß JVEG zu zahlen.
Beeidigte Kollegen, die an einer Zusammenarbeit mit der Polizei Brandenburg interessiert sind, werden gebeten, ihre Aufnahme in die bei den Leitstellen des Landes geführten Dolmetscherlisten zu beantragen. Wichtig ist anzumerken, dass die Interessenten bereit sein müssen, bei Bedarf auch zu Nachtzeiten und an den Wochenenden zu arbeiten sowie ihr Einverständnis für die Speicherung ihrer Daten in einer automatisierten Datei zu geben. Der Aufnahmeantrag soll den Namen, die Anschrift, die telefonische Erreichbarkeit, die Arbeitssprachen sowie eine beglaubigte Kopie der Beeidigung enthalten.
Die einzelnen Dolmetschaufträge werden von der Leitstelle unter Berücksichtigung der Entfernung zum jeweiligen Einsatzort vergeben. Es ist also anzunehmen, dass auch Kollegen aus Berlin in die Liste aufgenommen werden können.
Um die Liste stets aktuell zu halten, wird es zu jeder Zeit möglich sein, in die Dolmetscherliste aufgenommen zu werden. Aus dem gleichen Grunde werden alle gelisteten Kollegen gebeten, jede Änderung ihrer Daten sofort zu melden.
Wir werden unsere Mitglieder über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufen halten.
Ihre Natália Rózsa
Erste Vorsitzende des VÜD e. V.
Auf seiner Website teilte der VÜD am 20.07.2011 mit:
Interessenabfrage der Polizei Brandenburg
Sehr geehrte Kollegen,
Wie bereits im Infobrief 3/2011 angekündigt, hat die Polizei Brandenburg ihre Rahmenverträge mit den Dolmetschern und Übersetzern gekündigt, und wird unsere Leistungen ab dem 01.09.2011 nach JVEG vergüten. Wir danken der Polizei Brandenburg für die konstruktive Konsultation.
Um die flächendeckende Versorgung mit beeidigten und kooperationsbereiten Dolmetschern und Übersetzern zu sichern, startet die Polizei nun eine Interessenabfrage. (Siehe unten)
Interessierte beeidigte/vereidigte/ermächtige Kollegen möchten sich bitte möglichst bald bei der Polizei Brandenburg bewerben.
Bitte beachten Sie, dass Agenturen und Sprachdienste sich ebenfalls bewerben können.
Sollten Sie als Dolmetscher/in bzw. Übersetzer/in nicht unmittelbar für die Polizei arbeiten, sondern über eine Agentur, so müssen Sie mit Einkommenseinbußen rechnen, da die Agenturen zur Finanzierung ihrer Vermittlungstätigkeit einen Teil der von der Polizei bezahlten Vergütung einbehalten.
Wortlaut der Bekanntmachung:
15.07.2011 - Interessenabfrage: Dolmetscher- und Übersetzungsleistungen für die Polizei des Landes Brandenburg
Das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg kündigt mit Wirkung zum 31.08.2011 alle aktuell bestehenden Verträge.
Ab dem 01.09.2011 werden alle Dolmetscher- und Übersetzungsleistungen auf der Grundlage des JVEG nach den darin ausgewiesenen Sätzen vergütet.
Aus diesem Grund bittet das Polizeipräsidium um Interessenbekundungen zur Aufnahme in die bei den Leitstellen der Polizei des Landes Brandenburg geführten offenen Listen für Dolmetscher und Übersetzer.
Eine Aufnahme in die Listen ist bei Erfüllung der geforderten Voraussetzungen jederzeit möglich.
Voraussetzung für eine Aufnahme in die Listen ist eine nachgewiesene allgemeine Beeidigung als Dolmetscher/Übersetzer bei Gerichten der Bundesrepublik Deutschland für die jeweilige Sprache.
Interessierte Dolmetscher/-innen und Übersetzer/-innen werden gebeten, neben Ihren Kontaktdaten (Name, Anschrift, tel. Erreichbarkeit, E-Mail-Adresse für Übersetzungen) auch Angaben zu den Sprachen und zur angestrebten Tätigkeit (Dolmetschen und/oder Übersetzen) mitzuteilen.
Der Interessenbekundung ist neben der beglaubigten Abschrift des Protokolls der Beeidigung/Ermächtigung für die jeweilige Sprache eine Erklärung beizufügen, wonach
1. Einverständnis zur regelmäßigen Überprüfung der persönlichen/gewerberechtlichen Zuverlässigkeit besteht
2. der Speicherung und Verarbeitung der personenbezogenen Daten in einer automatisierten Datei zugestimmt wird und
3. die Bereitschaft besteht, auch am Wochenende und zur Nachtzeit für die Polizei des Landes Brandenburg tätig zu werden.
Die Aufnahme von Dolmetscher-/Übersetzerbüros in die Listen erfolgt ausschließlich über eine namentliche Aufstellung der angestellten beeidigten Dolmetscher mit Wohnanschrift und telefonischer Erreichbarkeit und Vorlage oben angeführter Nachweise. Diese sind jährlich aktualisiert zum 01.09. dem Polizeipräsidium zu übersenden. Es dürfen nur die gemeldeten Dolmetscher/Übersetzer zum Einsatz kommen. Verstöße gegen diese Auflagen können zum Ausschluss der betreffenden Büros führen.
Eine Aufnahme von nichtbeeidigten Dolmetschern/Übersetzern kommt lediglich für Sprachen in Betracht, für die keine weiteren Bewerbungen vorliegen.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Vergabe von Dolmetschaufträgen durch die Leitstelle nach dem Prinzip der geringsten Entfernung zum Einsatzort erfolgt.
Ein Anspruch auf eine Beauftragung kann mit der Aufnahme in die offene Liste nicht abgeleitet werden.
Interessenbekundungen sind an folgende Adresse zu senden:
Polizeipräsidium
Stabsbereich 2/Logistik
Kaiser-Friedrich-Str. 143
14469 Potsdam
[Text: Richard Schneider. Quelle: Die Welt, 2011-08-02; VÜD-Informationsbrief 3/2011; VÜD-Website, 2011-07-20. Bild: Gerhard Seybert/Fotolia.de, VÜD.]
Geschrieben in Markt, Honorare/Gehälter | Drucken | Keine Kommentare »
Staatspleite in Griechenland beutelt auch die Übersetzer
20.6.2011 von Richard Schneider.
Die griechische Übersetzungsbranche leidet stark unter dem drohenden Staatsbankrott ihres Landes. Zurzeit bemüht sich die EU verzweifelt, mit Finanzspritzen das Schlimmste abzuwenden. Die ZDF-Nachrichtensendung heute berichtet unter anderem über die Auftragslage einer freiberuflichen Übersetzerin:
Wer sich mit Katerina Kravvas vor zwei Jahren mal auf einen Kaffee treffen wollte, der musste lange warten bis die freie Übersetzerin eine halbe Stunde Zeit hatte. Ihr Geschäft boomte. Heute ist das anders. “Ich habe Zeit”, sagt Kravvas, doch glücklich ist sie darüber nicht. Innerhalb eines Jahres sind ihre Aufträge um bis zu 70 Prozent zurückgegangen. Kravvas ist spezialisiert auf technische Übersetzungen von medizinischem Equipment oder auch Landwirtschaftsmaschinen.
Nach der amtlichen Statistik ist die Produktion im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11 Prozent eingebrochen und die Arbeitslosigkeit auf mehr als 16 Prozent gestiegen. Das ZDF zitiert die Übersetzerin mit den Worten: “Mit wem auch immer ich in den vergangenen Tagen gesprochen habe, jeder ist frustriert und deprimiert.”
[Text: Richard Schneider. Quelle: heute.de, 2011-06-15. Bild: Fotolia.de/Franjo.]
Geschrieben in Markt | Drucken | Keine Kommentare »
Sechs Online-Übersetzungsbüros im Test
28.4.2011 von Jessica Antosik.
Das Vergleichportal www.Getestet.de bietet seit 2009 eine Orientierungshilfe im Dschungel der unzähligen Online-Angebote. Ein Team aus unabhängigen, erfahrenen Redakteure sorgt für einen hohen Qualitätsstandard der Tests. Grundsätzlich wird alles unter die Lupe genommen, wonach Nachfrage besteht – hierbei stehen der Verbraucher und seine Interessen stets im Mittelpunkt. Das Portal handelt nach dem Prinzip der Transparenz der Tests. Für jedes Kriterium werden zwischen 0 und 100 Punkte vergeben, die in drei Obergruppen zusammengefasst und in ein Schulnotensystem von 1 bis 5 übertragen werden. Aus den Ergebnissen dieser Hauptgruppen ergibt sich letztlich die Gesamtnote. Die Ergebnisse werden auf Getestet.de veröffentlicht und können von jeder Person kostenlos eingesehen werden. Das Portal finanziert sich durch Einnahmen aus der Vermarktung von Werbeflächen. Insgesamt wurden auf Getestet.de über 350 vergleichende Einzeltests durchgeführt. Betrieben wird Getestet.de durch die aha.de Internet GmbH mit Sitz in Hamburg.
Angesichts der Globalisierung und der globalen Kommunikation spielen Fremdsprachen in der heutigen Zeit eine außerordentliche Rolle. Wenn eine professionelle, korrekte Übersetzung benötigt wird, sind die Dienste eines Übersetzers gefragt. Oftmals wird zuerst auf kostenlose Übersetzungsprogramme im Internet zurückgegriffen. Diese übersetzen in zahlreiche Sprachen – ob sie schlüssige und qualitativ hochwertige sowie in grammatischer und stilistischer Hinsicht fehlerfreie Übersetzungen liefern, ist fraglich. Braucht man jedoch für berufliche oder private Zwecke eine einwandfreie Übersetzung, können Übersetzungsdienstleister mit der Übersetzung beauftragt werden. Da heutzutage Vieles über das Internet abgewickelt wird, werden häufig Online-Übersetzungsbüros damit beauftragt, die Übersetzung in die gewünschte/n Sprache/n anzufertigen. Doch nun stellt sich die Frage, welcher Anbieter der Beste ist. Getestet.de hat sie getestet.
Das Portal für branchenübergreifende Tests im Internet hat folgende sechs Online-Übersetzungsdienste hinsichtlich des Internetauftritts (20 Prozent Gewichtung), des Service (20 Prozent Gewichtung) sowie des Preis-Leistungs-Verhältnisses (60 Prozent Gewichtung) begutachtet: toptranslation.de, budgettranslations.com, 24translate.de, global-translate.de, tolingo.de und translia.com. Die Testkategorie Preis-Leistungs-Verhältnis, die mit 60 Prozent Gewichtung starken Einfluss auf das Ergebnis hat, umfasst u. a. die Angebotseinholung, die Kosten, buchbare Zusatzleistungen wie beispielsweise Lektorat/Korrektorat oder Dolmetschdienste.
Bei allen Online-Übersetzungsdiensten wurden die kurzfristige Übersetzung eines Bewerbungsschreibens aus dem Deutschen ins Englische sowie die längerfristige Übersetzung einer PowerPoint-Präsentation aus der deutschen in die englische und chinesische Sprache angefragt.
Platz 1: Testsieger tolingo.de mit hervorragendem Angebot
Testsieger wurde das Online-Übersetzungsbüro Tolingo, das aufgrund eines klaren und übersichtlichen Seitenaufbaus, des besten Service und guter Preise mit der Gesamtnote 1,6 (gut) benotet wurde. Tolingo bietet die Übersetzungen in etwa 50 Sprachen an. Die Website ist in sechs Sprachen (de, en, fr, pl, it, nl) verfügbar. Sowohl Fachübersetzungen als auch Lektorate gehören zum Leistungsportfolio von Tolingo. Ferner besteht auf der Seite die Möglichkeit, sich kostenlos über Bewerbungen im Ausland zu informieren und ein Musteranschreiben oder Lebenslauf herunterzuladen. Des Weiteren gibt es auf tolingo.de unter anderem viele Tipps zum Verfassen englischsprachiger E-Mails und Briefe. Die Angebotsanfrage erfolgt einfach und praktisch über den Kostenkalkulator. Lediglich bei PowerPoint-Präsentationen muss eine E-Mail geschickt werden. Preislich gesehen bewegte sich Tolingo im Mittelfeld. Die Übersetzung des Anschreibens kostete 52 Euro, die der PowerPoint-Präsentation rund 280 Euro.
Platz 2: global-translate.de = Anbieter für anspruchsvolle Übersetzungen
Den zweiten Platz erreichte Global Translate mit einer 1,7. Hierbei waren der Internetauftritt und das breit gefächerte Sprachenangebot (60 Sprachen, u.a. Urdu, Kasachisch oder Farsi) ausschlaggebend. Global Translate ist im Business-to-Business-Bereich tätig (d.h. also Firmenkunden spezialisiert) und damit vor allem für anspruchsvolle Übersetzungen zu empfehlen. Aus diesem Grund ist es nicht überraschend, dass die einfache Übersetzung einer Bewerbung aus dem Deutschen ins Englische mit ca. 90 Euro berechnet wurde und somit mit Abstand das teuerste Angebot darstellte. Fachübersetzungen in unzähligen Branchen werden angeboten. Die Kosten für die Übersetzung der Business-PowerPoint-Präsentation beliefen sich auf 440 Euro – dies war ein äußerst attraktives Angebot, das sogar ein Lektorat beinhaltete. Preisunterschiede zwischen der englischen und chinesischen Übersetzung lagen nicht vor. Lediglich bei diesem Online-Übersetzungsdienstleister ist es möglich, Dolmetscher zu buchen.
Platz 3: 24translate.de überzeugt mit großer Nutzerfreundlichkeit
24Translate landete mit einer 1,8 auf Platz drei. Das Übersetzungsbüro aus Hamburg bietet etwa 40 Sprachen an und ist sowohl für Privatpersonen als auch Firmenkunden eine gute Anlaufstelle. 24translate bietet als einziger Übersetzungsdienstleister online eine Preistabelle. Nachdem man die Ausgangs- und Zielsprache ausgewählt und den Liefertermin sowie die Art des Textes bzw. Branche angegeben hat, wird nach dem Hochladen des Dokuments sofort der Preis angezeigt. Der Kunde kann die Übersetzung anschließend in Auftrag geben. Nur bei 24translate.de gehört das Sechs-Augen-Prinzip zum Standardangebot. Der Preis für die Bewebungsunterlagen lag bei circa 60 Euro. “Exotische” Sprachen sind teurer. Für die Übersetzung der PowerPoint-Präsentation forderte 24translate rund 550 Euro – dies war das teuerste Angebot. Hierbei ist aber zu beachten, dass ein Korrektorat des deutschen Textes im Preis enthalten war.
Platz 4: Guter Service bei toptranslation.de
Den vierten Rang mit einer 1,8 belegte Toptranslation. Dieses Online-Übersetzungsbüro bietet einen guten Service und liefert Übersetzungen von Texten aus rund 50 Sprachen. Die Internetseite ist in neun Sprachen verfügbar. Angeboten werden Fachübersetzungen z. B. in den Bereichen Medizin, Recht und Finanzen sowie Lektoratsdienste. Die Kosten können entweder über eine E-Mail oder über eine Maske erfragt werden. Während des Tests funktionierte die Maske allerdings nicht und bei der Nachfrage per E-Mail wurde vonseiten Toptranslation darauf hingewiesen, dass keine Anfrage angekommen sei, weshalb Punkte abgezogen wurden. Der Preis für die Übersetzung der Bewerbung aus dem Deutschen ins Englische lag bei rund 60 Euro. Mehrere Korrekturläufe gehören zum Leistungsspektrum von Toptranslation. Für die zweite Anfrage berechnete der Anbieter 250 Euro – dies war eins der günstigsten abgegeben Angebote. Preisunterschiede zwischen der englischen und chinesischen Übersetzung gibt es nicht.
Platz 5: translia.com = Günstige Preise, aber schlecht erreichbar
Platz fünf erreiche Translia mit einer 2,1. Dieses Online-Übersetzungsbüro hat als einziges seinen Sitz im Ausland – die Zentrale befindet sich in Hong Kong. Bei der Dienstleistung “Übersetzen” stellt diese Distanz jedoch kein Hindernis dar. Der Kunde kann seine Texte per E-Mail oder Angebotsformular übermitteln. E-Mails werden schnell und freundlich beantwortet. Telefonisch kann man sich allerdings nicht mit Translia in Verbindung setzen. translia.com bietet verschiedene Leistungspakete an: Gold-, Silber- oder Bronze-Übersetzungen. Je nach Korrekturschleifen und Zeit bzw. Dringlichkeit der Übersetzung wählt der Kunde ein Paket aus. Die Kategorie Silber stellte bei beiden Aufträgen das günstigste Angebot dar. Die Übersetzung der Bewerbung kostete etwa 39 Euro, die der PowerPoint-Präsentation ca. 200 Euro. Damit war translia.com unschlagbar günstig. Des Weiteren ist die breite Angebotspalette der Sprachen äußerst vorteilhaft: 130 Sprachen werden angeboten – so viele bietet kein anderer getesteter Online-Übersetzungsdienstleister an.
Platz 6: Budgettranslations.com nur für private Übersetzungen
Das Schlusslicht bildet Budgettranslations mit einer Gesamtnote 2,7 (befriedigend). Das kleine Leistungsangebot sorgte hier für deutliche Punktabzüge. Das Online-Übersetzungsbüro richtet sich explizit an Privatpersonen. Bei anspruchsvollen Texten (im B2B-Bereich) verweist es auf das Mutterunternehmen schnelluebersetzer.de. Aufgrund der günstigen Preise und der kundenfreundlichen Kommunikation ist Budgettranslations jedoch für private Übersetzungen zu empfehlen. Angeboten werden rund 40 Sprachen, die Seite Budgettranslations.com selbst ist in 20 Sprachen verfügbar. Über eine Maske oder per E-Mail kann eine Anfrage nach den Kosten erfolgen. Das Angebot wurde nur einige Stunden später geliefert. Die kurzfristige Übersetzung kostete ca. 40 Euro und war damit das günstige Angebot. Hierbei muss der Kunde jedoch in Kauf nehmen, dass es sich bei den Übersetzern um Berufsanfänger handelt und Zusatzleistungen wie Lektorate nicht im Leistungsspektrum enthalten sind. Zudem ist der günstige Preis nur bei einer Bezahlung per Vorkasse gewährleistet. Bei der zweiten Anfrage empfahl Budgettranslations sich an das Mutterunternehmen zu wenden. Die optische Gestaltung der Seite Budgettranslations.com ist im direkten Vergleich mit den Mitbewerbern negativ aufgefallen: Die Aufmachung und das Layout sind nicht zeitgemäß und wirken wenig hochwertig.
Fazit
Letzten Endes erreichen die sechs getesteten Online-Übersetzungsbüros ähnliche Qualitätsstandards. Muttersprachler und das Vier-Augen-Prinzip garantieren, dass die Übersetzung korrekt und schlüssig ist. Sie arbeiten kundenfreundlich – eine vorherige Registrierung ist für die Angebotseinholung nicht nötig und Angebote werden innerhalb kürzester Zeit geliefert. Die größten Unterschiede liegen im Grunde genommen in den Preisen und zusätzlich buchbaren Services. Doch die Preisermittlung gestaltet sich problematisch, da 24translate als einziges Übersetzungsbüro online die Preise anzeigt. Bei den übrigen muss zunächst nachgeharkt werden. Wie sich herausstellte, ist dies nicht unbegründet. Denn die Preisschere ging für eine überall gleich angefragte Übersetzung weit auseinander. Translia lieferte für die Übersetzung der PowerPoint-Präsentation ins Englische und Chinesische das günstigste Angebot (etwa 200 Euro), 24translate hingegen das teuerste Angebot (rund 550 Euro).
[Text: Jessica Antosik. Quelle: getestet.de, 26.04.2011. Bilder: getestet.de; Budgettranslations.com; tolingo.de; toptranslation.de; 24translate.de; global-translate.de.]
Geschrieben in Markt, Unternehmen | Drucken | Keine Kommentare »
Die Herren der Leuchtringe: Das Unternehmen Brähler
15.4.2011 von Johanna Bietau.


Die Brähler ICS Konferenztechnik wurde 1958 gegründet und gehört heute zu den größten Anbietern für Konferenztechnik. Auf ihr Konto gehen unter anderem das erste Simultandolmetscherpult, das den Anlass zur Gründung der Firma bot, und eben seit 1985 die rote Leuchtdiode, die um die Mikrophone läuft. Sie entwickelte auch die erste Dolmetscheranlage, die computergestützt funktionierte.![]()
Heute arbeiten rund 100 Menschen in Deutschland für das familiengeführte Unternehmen, etwa 250 sind es weltweit. Ein großer Markt ist China, wo technische Unterstützung für das Simultandolmetschen bei Fachkonferenzen sehr gefragt ist. Wenn auch Asien die größten Entwicklungsmöglichkeiten bietet, findet sich Konferenztechnik von Brähler in über 80 Ländern. Im Unterschied zu vielen anderen Anbietern verkauft die Firma aus Königswinter ihre Technik nicht nur, sondern bietet sie auch zur Miete an. Das bringt eine erhöhte Aktivität im Frachtbereich mit sich, zeichnet diesen Dienstleister aber auch als Spezialisten aus. Parallel zum Geschäft wird zudem weiterhin in den Labors entwickelt und an Neuigkeiten getüftelt.
Auf der Website der Deutschen Welle wird das Unternehmen porträtiert.
[Text: Johanna Bietau. Quelle: Deutsche Welle, 2011-03-28; braehler.com. Bild: Brähler.]
Geschrieben in Markt, Dolmetschen, Simultandolmetscher, Unternehmen, Werkzeuge, Nachrichten | Drucken | Keine Kommentare »