Für 1,6 Mio. Euro: In Penzlin entsteht Gedenkstätte für Homer-Übersetzer Johann Heinrich Voß

Johann Heinrich Voß

Johann Heinrich Voß

In der Kleinstadt Penzlin (Mecklenburgische Seenplatte) haben die Bauarbeiten für eine Johann-Heinrich-Voß-Gedenkstätte begonnen.

Der Literaturübersetzer Johann Heinrich Voß (1751 – 1826) wurde vor allem mit seinen Übertragungen von Homers “Odyssee” und “Ilias” bekannt. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Penzlin.

Für rund 1,6 Millionen Euro wird nun das Rektorhaus der Schule, die der spätere Übersetzer besuchte, zu einer Erinnerungsstätte mit Touristinformation und Bibliothek umgebaut. Sanierung und Ausbau des denkmalgeschützten Fachwerkhauses sollen 2018 abgeschlossen sein.

Zur übersetzerischen und literarischen Bedeutung von Voß heißt es in der Wikipedia:

Voß war ein Mann von bemerkenswerter geistiger Unabhängigkeit und kraftvoller Sprache. In erster Linie sind es die Übersetzungen der großen Epen Homers, denen er seinen Platz in der deutschen Literatur verdankt. Seine Übersetzungen zeigen nicht nur profunde Gelehrsamkeit und Kenntnis der antiken Sprachen und Verskunst, sondern auch vollendete Beherrschung der deutschen Sprache.

 

Die berühmtesten seiner Übersetzungen sind die der homerischen Epen Ilias und Odyssee. Am bekanntesten wurde seine Übersetzung der Odyssee, die 1781 „auf Kosten des Verfassers“ erschien und deren einprägsame, bildhafte Sprache Generationen deutscher Leser mit Homer vertraut machte. Durch Voß’ Übersetzung der Ilias wurde Goethe zu dem unvollendeten Werk Achilleis angeregt. Voß übersetzte auch Hesiod, Theokrit, Bion und Moschos, Vergil, Ovid, Horaz, Tibull, Properz und andere klassische Dichter. Von Tibull bereitete er eine kritische Ausgabe vor.

 

Außerdem übersetzte er Antoine Gallands französische Übertragung der Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht (1782–1785); die erste deutsche Fassung überhaupt. 1818 bis 1829 veröffentlichte er in neun Bänden eine Übersetzung der Dramen William Shakespeares, die er mit Hilfe seiner Söhne Heinrich und Abraham angefertigt hatte, die ebenfalls Gelehrte und befähigte Übersetzer waren.

Ausführliche Informationen über das Leben von Johann Heinrich Voß vermittelt die Website der Johann-Heinrich-Voß-Gesellschaft:

www.voss-gesellschaft.de

[Text: Richard Schneider. Quelle: Welt, 2016-07-26. Bild: Gleimhaus Halberstadt (gemeinfrei).]

VKD-Vorsitzende Ruth Kritzer gestorben

Ruth Kritzer, die amtierende erste Vorsitzende des Verbandes der Konferenzdolmetscher (VKD) innerhalb des BDÜ, ist im Alter von 61 Jahren verstorben, wie der Verband am 26.07.2016 mitteilte.

Die in Germersheim ausgebildete und seit dem Abschluss 1980 dort auch lebende Diplom-Dolmetscherin mit den Arbeitssprachen Englisch und Deutsch stand seit 2009 an der Spitze der 580 Mitglieder starken Interessenvertretung. Erst im Februar 2015 war sie für weitere drei Jahre in ihrem Amt bestätigt worden.

Die freiberuflich tätige Konferenzdolmetscherin war einige Jahre als Lehrbeauftragte in der Dolmetscherausbildung des FTSK Germersheim tätig.

BDÜ-Präsident André Lindemann drückt in einer kurzen Stellungnahme auf Facebook im Namen des Bundesvorstands seine Anteilnahme aus: “Der BDÜ verliert mit Ruth Kritzer, der langjährigen Vorsitzenden des Verbands der Konferenzdolmetscher – VKD im BDÜ e.V., eine engagierte Kämpferin für die Belange der KonferenzdolmetscherInnen, eine großartige Kollegin und starke Persönlichkeit.”

[Text: Richard Schneider. Quelle: VKD, FTSK Germersheim.]

Auf Wachstumskurs: Transline übernimmt 30-köpfige Übersetzungsabteilung von KE-Communication

Transline-Führungsriege

Die Transline-Führungsriege (von links nach rechts): Dr.-Ing. Wolfgang Sturz (Gründer und Geschäftsführer), Isabelle Petit, Mario Trojan, Andrea Herter-Schwarz, Andreas Schubert, Nicole Möbius, Hans-Jürgen Gabel, Dominique Sommer, Saša Tripković, Katja Schabert (Geschäftsführerin der neuen Tochterfirma Transline Language Services).

Die Transline Deutschland Dr.-Ing. Sturz GmbH übernimmt die 30-köpfige Übersetzungsabteilung der ebenfalls in Reutlingen ansässigen KE-Communication GmbH Co. KG.

KE-Communication ist ein seit 30 Jahren bestehendes Büro für Marketing, Werbung, technische Dokumentation und Fachübersetzungen mit insgesamt 60 angestellten Mitarbeitern.

Transline übernimmt neben den Übersetzern auch die Übersetzungskunden von KE-Communication. Beide Unternehmen wollen künftig projektbezogen zusammenarbeiten.

Transline steigt durch Zukauf von Rang 5 auf Rang 3 in Deutschland auf

Transline stand bislang, gemessen am Umsatz, auf Rang 5 der größten Übersetzungsdienstleister in Deutschland, in Westeuropa auf Rang 15. Durch den jetzt vereinbarten Zusammenschluss klettert das Unternehmen auf Rang 3 in Deutschland und Rang 11 in Westeuropa. Die Zahl der Mitarbeiter steigt von rund 70 auf 100. Der Umsatz der Transline Gruppe wächst um rund 50 Prozent auf über zwölf Millionen Euro pro Jahr.

Konzentration auf Kernkompetenzen, extrem leitungsfähige IT-Infrastruktur

“Der globale Übersetzungsmarkt ist geprägt von steigenden Anforderungen der international agierenden Kunden”, erklärt Transline-Gründer und -Geschäftsführer Dr.-Ing. Wolfgang Sturz. Hinzu komme ein hoher Kosten- und Innovationsdruck. “Wer in diesem Markt dauerhaft erfolgreich sein will, braucht eine extrem leistungsfähige IT-Infrastruktur und muss sich nicht zuletzt deshalb auf bestimmte Kernkompetenzen fokussieren. Durch den Zusammenschluss mit dem Fachübersetzer-Team von KE-Communication stärken wir unsere Position in diesem Bereich und konzentrieren unsere IT-Investitionen darauf.”

20 % organisches Wachstum pro Jahr – zusätzliche Steigerung durch Zukäufe

Beide Unternehmen wollen übrigens weiter deutlich wachsen. Wolfgang Sturz: “In den vergangenen Jahren hatten wir im Schnitt rund 20 Prozent organisches Wachstum zu verzeichnen. Künftig wollen wir zusätzlich durch Zukäufe wachsen.” Erklärtes Ziel des Transline-Chefs ist, sein Unternehmen auf die Spitzenposition im deutschen Markt für Übersetzungsdienstleister zu führen.

Durch Zukauf Kundenkreis um namhafte Unternehmen erweitert

Zu den Kunden von Transline gehören namhafte Unternehmen wie Miele, Bosch, Sto, Festo, Siegenia und Sennebogen. Mit dem Fachübersetzer-Team übernimmt Transline von KE Kunden wie Hörmann Garagentore, Daimler, MAN Truck & Bus, Aventics und IBM.

Über Transline

Transline-LogoTransline übersetzt Dokumentationen und Marketingmaterialien für technisch anspruchsvolle Produkte in aktuell mehr als 160 Sprachen. Mit dieser Dienstleistung unterstützt das Unternehmen seine deutschsprachigen Kunden seit über 30 Jahren bei Globalisierung und Export.

Die Stärken von Transline sind höchste Übersetzungsqualität und effiziente Prozesse. Den Kunden des Übersetzungsdienstleisters hilft das langfristig, Kosten zu senken. Erfahrene persönliche Projektmanager arbeiten dafür eng mit den technischen Redakteuren auf Kundenseite zusammen.

Neu im Portfolio der immer noch gründergeführten Transline sind Übersetzungen von digitalen Marketingmaterialien und für den E-Commerce. Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens ist Dr.-Ing. Wolfgang Sturz.

www.transline.de

www.ke-communication.de

Mehr zum Thema auf uepo.de

[Text: Transline. Quelle: Pressemitteilung Transline, 2016-07-22. Bild: Transline.]

Freundeskreis Literaturübersetzer: Empfehlungen zum Umgang mit der Nennung von Übersetzernamen

LeserinDer Freundeskreis zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen e. V. hat auf seiner Website Empfehlungen zum Umgang mit der Nennung von Übersetzernamen veröffentlicht.

In Form von PDF-Dateien werden verschiedene Handreichungen für Verlage, Bibliotheken, Zeitungen und Zeitschriften sowie Literaturfestivals angeboten:

Zum Umgang mit der Nennung von Übersetzernamen

 

Was viele Organisationen und Institutionen nicht wissen:
Literaturübersetzer sind die Urheber ihrer deutschen Texte.
Die Berner Konvention und die Nairobi-Erklärung der UNESCO haben sie Autoren gleichgestellt.

 

Übersetzer müssen deshalb genannt werden, wenn aus ihrer Übersetzung zitiert oder gelesen wird.

 

Auch sonst soll mit dem deutschen Titel einer Übersetzung immer auch der Name des Übersetzers genannt werden, so etwa in den bibliografischen Angaben eines übersetzten Buches, in Ankündigungen und Rezensionen. Als schlichte Regel dient hier das sechste der „Sechs Gebote zum fairen Umgang mit Literaturübersetzern“, die der Rat der Europäischen Literaturübersetzerverbände CEATL aufgestellt hat:

 

Als Autor der Übersetzung wird der Übersetzer überall namentlich genannt, wo der Autor des Originals genannt ist.

 

Als Hilfe für alle diejenigen, die Übersetzungen publizieren, zitieren oder öffentlich nutzen, hat der Verband deutschsprachiger Übersetzer (VdÜ) in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Literaturübersetzer deshalb Handreichungen zum richtigen Umgang mit Übersetzernamen geschaffen.

 

Handreichung für Verlage

 

Kleiner Knigge zum Umgang mit Übersetzernamen

 

Jedes fremdsprachige Buch, das auf Deutsch erscheint, hat zwei Urheber: den Autor und seinen Übersetzer. Rechtlich ist diese Gleichstellung  durch die Berner Konvention und die Nairobi-Erklärung der UNESCO festgelegt.

 

Als Autor der Übersetzung soll deshalb der Übersetzer überall namentlich genannt werden, wo der Autor des Originals genannt ist  („Sechs Gebote zum fairen Umgang mit Literaturübersetzern“ des CEATL). Für Lektorate und Marketingabteilungen in Verlagen bedeutet das:

 

        • Der Übersetzername steht auf dem Cover des Buches, zumindest jedoch auf der Titelseite unter dem Namen des Originalautors.

        • In allen Vorschauen, Buchankündigungen und sonstigen Werbemitteln, gedruckt oder im Internet, wird neben dem Originalautor und dem deutschem Titel der Name des Übersetzers genannt.

        • Die Metadaten für die Meldung eines Titels an das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB), an die Großhändlerkataloge und an die Deutsche Nationalbibliothek enthalten den Namen des Übersetzers.

        • Der Verlag verpflichtet seine Lizenznehmer, in allen bibliografischen Angaben den  Übersetzer zu nennen.

www.freundeskreis-literaturuebersetzer.de

[Text: Richard Schneider. Quelle: Freundeskreis Literaturübersetzer. Bild: Frankfurter Buchmesse.]

Nach Amoklauf in München: BDÜ und VKD “hoffen”, FIT-Präsident “betet”

VKD, FIT auf Twitter

FIT, VKD und BDÜ twittern im Stil von Politikern

Schon wenige Stunden nach dem Amoklauf eines Deutsch-Iraners in München, bei dem am 22.07.2016 zehn Menschen ums Leben kamen, fühlten sich einige Berufsverbände der Übersetzungsbranche dazu aufgerufen, Solidarität auszusprechen, zu beten und diversen Hoffnungen Ausdruck zu verleihen.

Der FIT-Präsident twitterte über den offiziellen Verbands-Account: “Solidarität von @fit_ift nach @BDUe_eV und nach Deutschland. Mein gebet für die opfer des terroranschlags in #München #Munich”

Der Verband der Konferenzdolmetscher im BDÜ (VKD) zog wenig später nach und versuchte, einen Bezug zum Verband zu konstruieren, indem er verkündete: “Wir hoffen, dass es allen Mitgliedern und ihren Freunden und Familienmitgliedern gut geht! #München #OEZ”

BDÜ Facebook

Am nächsten Morgen, als sich bereits herauskristallisierte, dass es sich nicht um einen Terroranschlag, sondern um einen Amoklauf handelte, verbreitete auch noch der Bundesverband des BDÜ über Twitter und Facebook folgende Meldung:

“Hoffentlich geht es allen Mitgliedern, Kolleginnen und Kollegen sowie ihren Freunden und Familienmitgliedern gut und sie haben den gestrigen Abend ohne körperliche und seelische Schäden überstanden! #München #OEZ”

Warum nicht einfach mal die Klappe halten?

Liebe Berufsverbände der Übersetzungsbranche!

Es ist schon schlimm genug, dass unsere Politiker nach derartigen Vorfällen die ewig gleichen Betroffenheitsfloskeln absondern.

Fachverbände, die mit den Geschehnissen nicht das Geringste zu tun haben und deren Mitglieder und Gremien nicht zum Kreis der Betroffenen gehören, sollten in solchen Fällen einfach gar nichts sagen – auch wenn es schwer fällt.

Denn wo soll das enden, wenn man einmal damit anfängt? Sind die Übersetzerverbände ab jetzt bei jedem Anschlag und Amoklauf “in Gedanken bei den Opfern und deren Angehörigen”, wie es immer so schön heißt? Oder wird nur dann zum Gebet aufgerufen, wenn Deutsche ums Leben gekommen sind? Oder verleiht man nur dann der Hoffnung Ausdruck, dass keine Übersetzer betroffen sind, wenn die Zahl der Opfer (wie in München) zweistellig ist? Wer entscheidet das?

Die zahlenden Mitglieder und die Fachöffentlichkeit erwarten, dass ihr euch um die Belange der Berufsgruppe kümmert – und zwar ausschließlich darum.

Politisieren könnt ihr gerne in eurer Freizeit. Über eure privaten Twitter- und Facebook-Profile dürft ihr euch nach Herzenslust an dem Geschwätz in den Sozialen Medien beteiligen und zur allgemeinen Panikmache beitragen.

Über die offiziellen Kommunikationskanäle der Berufsverbände sollten aber nur Meldungen verbreitet werden, die etwas mit der Übersetzungsbranche zu tun haben.

Aufgaben und Ziele des BDÜ

Hier zur Erinnerung noch einmal eure eigentlichen Aufgaben und Ziele:

Ziele und Aufgaben des BDÜ

Auf seiner Website beschreibt der BDÜ die Ziele und Aufgaben des Berufsverbandes. Ansprachen an die Bevölkerung nach Terroranschlägen und Amokläufen gehören nicht dazu.

Nachtrag: Seit Reutlingen und Ansbach herrscht Funkstille

Innerhalb weniger Tage nach dem Amoklauf von München haben sich ähnliche Wahnsinnstaten in Reutlingen und Ansbach ereignet. Die Übersetzerverbände widerstanden der Versuchung, erneut inhaltsleere Betroffenheits-Textbausteine über die Sozialen Medien zu verbreiten. Danke! Ihr seid also durchaus lernfähig. Hoffentlich bleibt ihr auch bei allen künftigen Anschlägen dieser Linie treu.

Mehr zum Thema

[Text: Richard Schneider. Quelle: FIT, VKD, BDÜ.]

Farcry Primal: Sprachwissenschaftler entwickeln Steinzeitsprache “Wenja” für Computerspiel

Farcry PrimalDer 2016 erschienene Teil der Egoshooter-Serie “Farcry” spielt in der Steinzeit. Um die Szenerie möglichst real wirken zu lassen, hat der französische Hersteller Ubisoft zwei Sprachwissenschaftler damit beauftragt, eine eigene Sprache für die darin agierenden Volksstämme zu erfinden.

Brenna Reinhart Byrd und Andrew Byrd sind Professoren für Linguistik an der University of Kentucky. Ausgehend vom Indogermanischen entwickelten sie die fiktive Steinzeitsprache “Wenja”. In dem Artikel heißt es:

Eigentlich wollte Ubisoft einfach Indogermanisch als Sprache in “Farcry Primal” verwenden. Doch dann fiel den Designern des Spiels auf, dass diese Sprache sich viel zu kompliziert anhört. “Fast wie Latein oder Altgriechisch”, beschreibt Andrew Byrd den Klang. Also mussten die Bryds eine eigene Sprache entwickeln. Wenja sollte primitiv klingen, roh – wie eine Sprache, die Menschen weitere 5000 Jahre früher gesprochen haben könnten.

 

Die Byrds legten Wert darauf, dass Wenja rhythmisch klingt, die Betonung sollte stets auf der ersten Silbe liegen. Insgesamt 1200 Wörter hat ihre Steinzeitsprache, deren Wörterbuch als Teil der “Farcry Primal Collector’s Edition” veröffentlicht wird. Über 95 Prozent des darin enthaltenen Vokabulars sind aus dem Indogermanischen entlehnt oder existieren in ähnlicher Form in einer anderen Sprache. Meist wurden die Wörter verkürzt oder vereinfacht, damit man sie besser brüllen kann.

Im Gespräch mit Wired erzählen sie, wie sie es geschafft haben, die fiktive Sprache so echt wirken zu lassen – und warum das Wort für “Frau” fast auch das Wort für “töten” geworden wäre (siehe Link weiter unten).

Weiterführender Link

[Text: Richard Schneider. Quelle: Wired, 2016-02-22. Bild: Ubisoft.]

CSA-Marktstudie: Wieners+Wieners jetzt unter den 100 größten Sprachdienstleistern der Welt

Kai-Dominik Weyel

Kai-Dominik Weyel

Die Ahrensburger Wieners+Wieners GmbH gehört zu den hundert größten Sprachdienstleistern der Welt. Das ist das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten Studie, wie das Unternehmen bekannt gab.

Unter dem Titel “The Language Services Market: 2016” hatte das unabhängige Marktforschungsinstitut Common Sense Advisory (CSA Research) die Übersetzungs- und Dolmetschbranche untersucht, die 2015 einen Umsatz von 40,27 Mio. US-Dollar erzielte. In der weltweiten Liste der größten Übersetzungsanbieter wird Wieners+Wieners auf Rang 76 geführt, deutschlandweit belegt das Unternehmen Platz 8.

Wie die Studie von CSA Research weiter ergab, ist die Nachfrage nach Sprachdienstleistungen ungebrochen. Der Markt wächst derzeit jährlich um 5,52 %. Im Fokus der Marktforscher, die bereits seit elf Jahren die Märkte beobachten und ihre Ergebnisse in globalen Rankings präsentieren, standen dabei Sprachdienstleister, die für 2014 und 2015 Einnahmen gemeldet hatten und dies auch für das laufende Jahr erwarten.

“Wir sind stolz, dass wir uns in den letzten drei Jahren stabil unter den globalen Top 100 platzieren konnten und zu den größten Unternehmen unserer Branche weltweit und insbesondere in Deutschland gehören”, sagt Kai-Dominik Weyel, Geschäftsführer von Wieners+Wieners. “Wir wollen unseren Wachstumskurs fortsetzen und sind optimistisch, in den nächsten Jahren unsere Position im Ranking noch weiter zu verbessern.”

“Die Nachfrage ist ungebrochen, da der Markt für ausgelagerte Sprachdienstleistungen und für die daran anknüpfende Technologie aus wirtschaftlicher, staatlicher und gemeinnütziger Sicht sehr bedeutend ist. Im Informationszeitalter gilt dies auch für Privatpersonen”, so Weyel.

Da sowohl für große als auch kleine Unternehmen Sprachen immer wichtiger werden, prognostiziert die Studie, dass der Markt für Sprachdienstleistungen bis 2020 auf 45 Mio. US-Dollar wachsen wird. Zu den treibenden Faktoren gehören unter anderem der weltweite Handel, insbesondere im E-Commerce, sowie das Internet der Dinge (IoT) und der staatliche Bedarf an Sprachdienstleistungen für Einwanderer und Flüchtlinge, für den juristischen Bereich und zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit.

Weiterführende Links

Mehr zum Thema auf uepo.de

[Text: Cornelia Costanzo. Quelle: Pressemitteilung Wieners+Wieners, 2016-07-20. Bild: Wieners+Wieners.]

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