Deutscher Übersetzerfonds schreibt öffentlichen Wettbewerb aus – 2.000 Euro winken als Preisgeld

Don DeLillo: Great Jones StreetDer Deutsche Übersetzerfonds veranstaltet aus Anlass seines 20-jährigen Jubiläums einen öffentlichen Übersetzungswettbewerb.

Zu übersetzen sind die ersten beiden Seiten des bisher nicht in deutscher Sprache erschienenen Romans „Great Jones Street“ von Don DeLillo. Als Preisgeld winken 2.000 Euro.

Idee des Übersetzungswettbewerbs von 1965 wird aufgegriffen

Gemeinsam mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung greift der Deutsche Übersetzerfonds damit eine Initiative der Freien Akademie der Künste in Hamburg auf. Diese hatte 1965 eine Prosaskizze von Graham Greene zur Übersetzung ausgeschrieben, um sich ein Bild der Lage des literarischen Übersetzens in der Bundesrepublik zu verschaffen.

Die eingesandten Übersetzungen veranlassten Dieter E. Zimmer damals nicht nur zu einem Register übersetzerischer Sünden, sondern auch zu einem Grundsatztext über „die einstweilige Unentbehrlichkeit des Humantranslators“, der heute noch Bestand hat.

Gut fünfzig Jahre später sei die Frage erneut gestellt: Was ist eine gute Übersetzung? Wie hat sich die Übersetzungskultur hierzulande weiterentwickelt?

Gegenstand des Wettbewerbs ist die deutsche Übersetzung eines Romananfangs: „Great Jones Street“, ein frühes, 1973 im Original publiziertes und bislang noch nicht ins Deutsche übersetztes Werk eines der großen amerikanischen Autoren unserer Zeit, Don DeLillo.

Jedermann kann teilnehmen – Jury begutachtet anonymisierte Einsendungen

Der Wettbewerb steht Profis wie Laien gleichermaßen offen. Begutachtet werden die in der Geschäftsstelle des Deutschen Übersetzerfonds anonymisierten Einsendungen von einer Fachjury, die aus der Übersetzerin Miriam Mandelkow, den Übersetzern Ulrich Blumenbach und Andreas Jandl, der Cheflektorin des Kiepenheuer&Witsch Verlages Kerstin Gleba sowie dem Literaturkritiker und Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Andreas Platthaus besteht. Die Jury achtet auf eine präzise Übertragung nicht nur des Inhalts des Ausgangstexts, sondern auch seiner Zwischentöne, der Stillage, Assoziationen, Anspielungen usw.

Siegerübersetzung wird in FAZ veröffentlicht

Logo Deutscher ÜbersetzerfondsDie Entscheidung fällt bis Ende September. Der Name der Gewinnerin oder des Gewinners wird bei der Jubiläumsfeier am 19./20. Oktober 2017 bekanntgegeben. Die beste Übersetzung wird mit einem Preisgeld von 2.000 Euro prämiert und in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung publiziert.

Einreichungen bis 31. Juli 2017 möglich

Einreichungen sind bis zum 31. Juli 2017 mit Angaben zur Person (Name, Anschrift, Telefonnummer, Mailadresse) per E-Mail an wettbewerb@uebersetzerfonds.de zu senden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Initiative wird von der Kulturstiftung der Länder gefördert.

Weiterführende Links

[Text: Deutscher Übersetzerfonds. Quelle: Deutscher Übersetzerfonds. Bild: Deutscher Übersetzerfonds.]

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